Nahostkonflikt: Die neusten Geschehnisse
Seit dem 7. Oktober 2023 eskaliert der Nahostkonflikt erneut. Erfahre hier die aktuellsten News zum Thema.

26. März 2025: Proteste in Gaza und Israel
Die Menschen in Gaza haben genug: Tausende demonstrieren gegen den Krieg und die Herrschaft der Hamas. Die Demonstranten skandierten Slogans wie «Hamas raus!» und «Wir wollen leben!».
Die Proteste markieren eine seltene öffentliche Kritik an der Hamas, die Gaza seit 2007 regiert.

Auch in Israel haben erneut viele Menschen gegen die rechts-religiöse Regierung des Landes und einen höchst umstrittenen Gesetzentwurf protestiert. Rund Zehntausend Israelis seien in Jerusalem auf die Strasse gegangen.
Anlass des neuen Protests war vor allem ein Gesetzesvorhaben der Regierung. Sie will die politische Kontrolle über den Ernennungsprozess von Richtern deutlich ausweiten.
24. März 2025: Israel will neue Behörde für «freiwillige Ausreise» einrichten
Das israelische Sicherheitskabinett hat beschlossen, 13 jüdische Wohngebiete im besetzten Westjordanland in unabhängige Siedlungen umzuwandeln. Seit mehreren Jahrzehnten lebten die Menschen dort illegal.
Der Schritt sei von dem rechtsextremen Finanzminister Bezalel Smotrich vorangetrieben worden, berichteten israelische Medien.

Israel will ausserdem eine neue Behörde einrichten: Diese soll «die freiwillige Ausreise von Bewohnern des Gazastreifens in Drittländer auf sicherem und kontrolliertem Wege vorbereiten».
23. März 2025: Konflikt mit Hisbollah flammt erneut auf
Die seit vier Monaten geltende Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah beginnt immer weiter zu bröckeln. Abermals gibt es Berichte von Angriffen an der Grenze zum Libanon.
Gleichzeitig kommt es zum wiederholten Mal zu Massenprotesten in Israel, die sich gegen die Regierung unter Ministerpräsident Netanjahu aussprechen.

Ausserdem hat die israelische Regierung ein Misstrauensvotum gegen die Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara verabschiedet und stimmt für ihre Entlassung. Sie gilt als scharfe Kritikerin von Benjamin Netanjahu.
Die Hams berichtet weiters, dass die Zahl der Todesopfer im Gazastreifen seit Beginn des Kriegs auf 50'000 angestiegen ist.
21. März 2025: Entlassung von Inlandsgeheimdienstchefs angefochten
Israels Regierung hat die höchst umstrittene Entlassung des Inlandsgeheimdienstchefs Schin Bet-Chef Ronen Bar angekündigt. Grund für die Entlassung sei laut Ministerpräsident Netanjahu ein «Mangel an Vertrauen» in Bar.
Die Opposition hat sich jedoch dagegen ausgesprochen und kündigte ein gerichtliches Vorgehen an.

Das Oberste Gericht hat kurz darauf die Entlassung ausgesetzt. Eine Richterin erliess eine einstweilige Verfügung, die mutmasslich so lange gilt, bis eine Anhörung in der Angelegenheit stattgefunden hat. Dies solle bis spätestens 8. April passieren.
20. März 2025: Israel erhöht Druck auf Hamas
Israels Armee kündigt an, die umfangreichen Angriffe in Gaza fortzusetzen. Ziel ist, dort zwischen Nord und Süd eine Pufferzone zu schaffen.

Dazu fordert Israels Verteidigungsminister Israel Katz die Freilassung der verbliebenen Geiseln und die Vertreibung der Hamas aus dem Gazastreifen. «Die Alternative ist die völlige Verwüstung.» Nach israelischen Informationen werden im Gazastreifen noch 24 lebende Geiseln festgehalten, hinzu kommen die Leichen von 35 Verschleppten.
Des Weiteren kommt es sowohl in Israel als auch im Gazastreifen vermehrt zu Angriffen. Mehr als 70 Palästinenser, darunter Frauen und Kinder, wurden dabei getötet, so der Zivilschutz der Hamas.
Gleichzeitig hat die Hamas nach mehr als zwei Monaten erstmals wieder Raketen auf Israel abgefeuert.
19. März 2025: EU fordert Ende der Militäroperationen in Gaza
Nach den gestrigen erneuten Angriffen auf den Gazastreifen rief die israelische Armee die Bevölkerung zur Evakuierung der Grenzgebiete auf.
Die EU fordert von Israel ein Ende der Militäroperationen und betont die Notwendigkeit von Verhandlungen. Die Wiederaufnahme von Gesprächen sei der einzige gangbare Weg.
18. März 2025: Waffenruhe beendet – Israel greift Gaza an
Seit Januar galt zwischen Israel und der islamistischen Hamas eine Waffenruhe, die bisher allerdings nicht verlängert wurde. Jetzt greift Israels Armee wieder massiv den Gazastreifen an.
Laut der Gesundheitsbehörde der Hamas sollen bei den Angriffen durch Israel in wenigen Stunden rund 404 Menschen ums Leben gekommen sein. Dabei sollen auch fünf hochrangige Mitglieder der Hamas getötet worden sein.

Gleichzeitig beschuldigt der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, Israel der Kriegsverbrechen aufgrund der beschleunigten Besiedlung besetzter palästinensischer Gebiete.
17. März 2025: Protestaufrufe nach Entlassung des Geheimdienstchefs
Israels Premier Benjamin Netanjahu will den Inlandsgeheimdienstchef Ronen Bar entlassen. Diese Entscheidung führte bei Netanjahus Kritikern jedoch landesweit zu Empörung.
So kündigten mehrere Organisationen Protestbekundigungen an. Der Oppositionsführer Jair Lapid spricht ausserdem über eine Klage gegen die Entlassung.