Neue Raketenangriffe auf Israel aus dem Gazastreifen
Militante Palästinenser griffen am Montag aus dem Gazastreifen Israel an. Auf das Land wurden drei Raketen abgefeuert.

Das Wichtigste in Kürze
- Militante Palästinenser feuerten am Montag erneut Raketen auf Israel.
- Drei Geschosse wurden abgefeuert, eines habe die Raketenabwehr Eisenkuppel abgefangen.
Militante Palästinenser haben am Montag erneut Raketen auf das israelische Grenzgebiet gefeuert. In der Grenzstadt Sderot und anderen Ortschaften heulten nach Militärangaben am Morgen die Warnsirenen. Es seien drei Geschosse abgefeuert worden. Eines davon habe offensichtlich die Raketenabwehr Eisenkuppel abgefangen.
Am Sonntagabend hatten militante Palästinenser bereits vier Raketen in Richtung Israel abgeschossen. Ausserdem wurden Spreng- und Brandballons über die Grenzanlage geschickt. Israelische Panzer beschossen daraufhin Stützpunkte der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas. Israel schloss auch den Erez-Grenzübergang zu dem Palästinensergebiet.
Angriffe auf Israel aus dem Gazastreifen nehmen zu
Am Sonntagabend hatte Israel nach einer neuen Eskalation der Gewalt bereits die Fischereizone vor dem Gazastreifen bis auf weiteres geschlossen. Parallel zu einer Eskalation der Gewalt vor allem in Ost-Jerusalem haben die Angriffe auf Israel aus dem Gazastreifen zuletzt wieder zugenommen.
Israel begeht am Montag den Jerusalem-Tag, mit dem es die Eroberung des arabisch geprägten Ostteils der Stadt im Sechstagekrieg 1967 feiert.

Bei heftigen Zusammenstössen mit israelischen Sicherheitskräften sind in der Altstadt seit Freitag rund 300 Palästinenser und rund 20 Polizisten verletzt worden.
Aus Sorge vor neuer Gewalt zwischen beiden Seiten verbot die israelische Polizei Juden am Montag, bei Flaggenmärschen durch die Altstadt auch den Tempelberg zu besuchen.
Lage im Westjordanland ist angespannt
Die Lage im Westjordanland und im arabisch geprägten Ostteil Jerusalems ist seit Beginn des Fastenmonats Ramadan angespannt. Viele Palästinenser sind zornig, weil die Polizei Bereiche der Altstadt abgesperrt hatte, um Versammlungen zu verhindern. Ausserdem drohen einigen palästinensischen Familien in Scheich Dscharrah Wohnungsräumungen durch israelische Behörden.
Die islamistische Hamas hat sich mit den Demonstranten solidarisch erklärt. Bei Ramadan-Gebeten auf dem Tempelberg in Jerusalems Altstadt (Al-Haram al-Scharif/Das edle Heiligtum) wurden zuletzt auch Hamas-Flaggen geschwenkt.