Tote bei Angriff von Al-Shabaab auf Militärstützpunkt in Somalia

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Somalia,

Die mit Al-Kaida verbündete Terrormiliz Al-Shabaab hat einen Militärstützpunkt der Afrikanischen Union (AU) angegriffen. 59 AU-Soldaten sind getötet worden.

Errichtung eines Gottesstaats

In Somalia sind bei einem Angriff der Terrormiliz Al-Shabaab 59 AU-Soldaten getötet worden.
In Somalia sind bei einem Angriff der Terrormiliz Al-Shabaab 59 AU-Soldaten getötet worden. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Rebellen der Al-Shabaab-Miliz haben einen Militärstützpunkt der AU angegriffen.
  • Zwei Selbstmordattentäter sprengten sich in die Luft.
  • Beim Angriff sind 59 AU-Soldaten ums Leben gekommen.

Rebellen der islamistischen Al-Shabaab-Miliz haben in Somalia einen Militärstützpunkt der Afrikanischen Union (AU) attackiert. Bei dem «gross angelegten, tödlichen Angriff» seien einige Soldaten aus Uganda ums Leben gekommen, sagte der örtliche Gouverneur Ali Nor Mohamed am Sonntag, ohne weitere Details zu den Opfern zu nennen. Ein Sprecher von Al-Shabaab erklärte in dem milizeigenen Radiosender Andalus, bei dem Angriff seien 59 AU-Soldaten getötet worden. Zudem habe die Miliz 14 ihrer eigenen Kämpfer verloren, sagte Sheikh Abdiasis Abu-Mus’ab.

Nach Angaben des Gouverneurs hatten sich zwei Selbstmordattentäter an der Buula-Mareer Militärbasis in der südwestlichen Region Lower Shabelle in die Luft gesprengt. Vonseiten der Afrikanischen Union gab es zunächst keine Informationen zu dem Vorfall. Augenzeugen berichteten der Deutschen Presse-Agentur, sie hätten bei dem Angriff am Sonntag Explosionen und schweres Geschützfeuer gehört.

Die mit Al-Kaida verbundene Miliz kämpft in Somalia seit Jahren für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaats. Eine 22'000 Mann starke AU-Truppe, ein Zusammenschluss afrikanischer Staaten, unterstützt die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen die Terrormiliz. Die sunnitischen Fundamentalisten verüben immer wieder derartige Anschläge. Bei dem bislang tödlichsten Anschlag in Somalias jüngster Geschichte starben im Oktober in Mogadischu mehr als 500 Menschen.

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