Susanne Kennedy beschreitet in Japan mit «I AM (VR)» neue Wege

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Japan,

Für die in Berlin arbeitende Theater-Regisseurin Susanne Kennedy ermöglicht die Technologie der virtuellen Realität (VR) den Menschen, sich ihres realen Lebens neu bewusst zu werden. «Es ist eine Technologie, die uns zeigt, wie wir mit der Realität, unserem normalen Leben interagieren», sagte sie am Samstagabend (Ortszeit) bei einem Online-Künstlergespräch anlässlich der digitalen Weltpremiere ihrer neuen Theaterproduktion «I AM (VR)» im Theater Commons in Tokio.

Ein Junge sitzt vor dem Fernseher.
Für die in Berlin arbeitende Theater-Regisseurin Susanne Kennedy ermöglicht die Technologie der virtuellen Realität (VR) den Menschen, sich ihres realen Lebens neu bewusst zu werden. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • «Es ist ein Werkzeug, das uns erkennen lässt, was Realität überhaupt ist», sagte Kennedy, die das Werk auf Anregung des Theaters mit Markus Selg und Rodrik Biersteker erschuf.

«I AM (VR)» wurde mit VR-Technologie entwickelt und ist ausschliesslich im virtuellen Raum zu erleben. Hierzu wurden im Saal des Goethe-Instituts in Japans Hauptstadt mit schwarzen Leinwänden acht Räume geschaffen, in denen sich jeweils ein Besucher mit einem VR-Headset auf eine virtuelle Reise bei der Suche nach einem Orakel begab. So wie einst die Griechen in der Antike den Tempel von Delphi aufsuchten, um sich ihr Schicksal weissagen zu lassen.

«I AM (VR) ist eine Reise, die dich an einen Ort führt, der in dir verborgen ist», erklärte Kennedy. «Eine Art Online-Träumen, bei dem du ein wandernder Geist ohne Körper bist. Es ist eine dynamische innerliche Simulation, bei der du gleichzeitig Beobachter und Beobachteter bist.»

Er habe sich wie auf einem «Geisterzug in ein total neues Universum» gefühlt, zeigte sich Peter Anders, Institutsleiter des Goethe-Instituts in Tokio, begeistert. Gerade in Corona-Zeiten, in denen sich die Menschen nach Kreativem sehnten, sei das ein «überwältigendes» Erlebnis.

Nach Japan werde «I AM (VR)» im Juni zunächst in Wien zu sehen sein, erklärte Kennedy. Später gehe das Werk nach Berlin, München und in andere deutsche Städte, möglicherweise Hamburg und Frankfurt. In einem nächsten Schritt will die Theater-Regisseurin auch Künstliche Intelligenz (AI) in dem Werk verarbeiten. So wolle man ermöglichen, interaktiv mit dem Orakel zu kommunizieren. Hierzu werde man mit einem Team aus AI-Entwicklern zusammenarbeiten, so die Künstlerin.

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