Coronavirus: Polizeihund beisst bei Anti-Lockdown-Demo zu

In den Niederlanden demonstrierten rund 10'000 Menschen gegen die Massnahmen gegen Corona. Es kam zu schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei.

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Bei einer grossen Demonstration gegen die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus kam es in den Niederlanden zu heftigen Ausschreitungen. - Keystone, Twitter

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einer Corona-Demo in Amsterdam mit 10'000 Personen kam es zu schweren Ausschreitungen.
  • Die Bereitschafts-Polizei setzte Schlagstöcke und Polizeihund ein.
  • 30 Personen wurden festgenommen, teils wegen illegalen Waffenbesitzes.

In Amsterdam ist eine nicht bewilligte Demonstration von Gegnern der Massnahmen gegen das Coronavirus ausgeartet. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Hunde ein.

Am Nachmittag versammelten sich rund 10'000 – mehrheitlich maskenlose – Demonstranten auf dem zentralen Platz vor dem Rijksmuseum. Eine ganz in weiss gekleidete Gruppe skandierte «dies ist keine Diktatur», auf Schildern wurde «Freiheit» gefordert. Die Bürgermeisterin von Amsterdam, Femke Halsema, ordnete dann die Räumung des Areals an, die Bereitschaftspolizei war bereits vor Ort.

Die Corona-Demonstranten zogen daraufhin durch die Innenstadt, wo es zu weiteren Ausschreitungen kam. Auf einem Video auf Twitter ist zu sehen, wie ein Mann von einem Polizeihund in die Hand gebissen wird. Die Polizisten setzen ihre Schlagstöcke gegen die Demonstranten ein.

Etwa gleichzeitig fand eine Kundgebung der rechtspopulistischen Partei «Forum für Demokratie» statt – mit Bewilligung. Die Demonstration der Gegner der Massnahmen gegen Corona erhielt keine Erlaubnis. Denn die Regierung befürchtete, die Teilnehmer seien «zur Gewaltanwendung bereit».

Zurecht, wie sich herausstellte: Bei den Auseinandersetzungen wurden vier Polizisten verletzt. 30 Personen wurden festgenommen. Ihnen wird unter anderem Störung der öffentlichen Ordnung, Misshandlung oder unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen. Erst am Abend beruhigte sich die Lage nach Behördenangaben wieder.

Schon vor Beginn der nicht genehmigten Demonstration war laut Polizei-Mitteilung etwa 200 Menschen der Zugang zur Stadt verwehrt worden. Unter ihnen seien mehrere Mitglieder sogenannter Verteidigungsgruppen, die bewaffnet und gewaltbereit zum Museumsplatz hätten kommen wollen.

Die Niederlande befinden sich wegen der raschen Verbreitung der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus in einem harten Lockdown. Dieser soll noch bis mindestens Mitte Januar dauern.

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