Italiens Regierungschefin trifft Angehörige von Boots-Opfern

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Italien,

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat Opfer-Angehörige und Überlebende des verheerenden Bootsunglücks vor der Küste Süditaliens in Rom getroffen.

Giorgia meloni
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. - Andreea Alexandru/AP/dpa

Die Rechtspolitikerin habe ihnen ihre tiefe und persönliche Verbundenheit ausgedrückt, hiess es am Donnerstag in einer Mitteilung ihres Amtssitzes. Sie versicherte ausserdem, dass weiter nach den Leichen von Vermissten gesucht werde. In der Öffentlichkeit wurde eine solche Geste Melonis lange erwartet.

Italien werde sich zudem dafür einsetzen, den Forderungen der Überlebenden nach Aufnahme und Familienzusammenführung in anderen EU-Staaten, insbesondere in Deutschland, nachzukommen, hiess es weiter. Bei dem Treffen sicherte Meloni ebenso die Bekämpfung von Krisen in den Herkunftsländern der Menschen zu.

Die Angehörigen und Opfer hätten hinsichtlich ihrer Forderungen an das «Herz einer Mutter» appelliert, hiess es. Meloni bekräftigte die Linie der Regierung im Kampf gegen Menschenhändler. Sie fragte die Angehörigen, wie bewusst sie sich der Gefahr der Überquerung des Mittelmeers seien.

Ende Februar kamen vor der Küste Kalabriens 86 Mittelmeermigranten, darunter 35 Minderjährige, bei einem Bootsunglück ums Leben. Seit Wochen kommen Tausende Migranten, die sich in zumeist seeuntauglichen Booten von Afrika aus über das Mittelmeer auf den Weg nach Europa machen, in Italien an. Nach offiziellen Zahlen registrierte Italien in diesem Jahr bislang mehr als 20 000 Migranten – in den beiden Vorjahren waren es zu diesem Zeitpunkt jeweils etwa 6000.

Mehr zum Thema:

Weiterlesen

Bundesrat
23 Interaktionen
«Comment on dit?»
Zug SBB
84 Interaktionen
Zürich HB

MEHR IN NEWS

Kondome
Spionage-Gefahr
Reiden
Richtenthal LU
Lachgas
2 Interaktionen
Strafgericht

MEHR AUS ITALIEN

Stricker
Final in Italien
de
5 Interaktionen
Ski-Star nach Sturz
Papst Franziskus
1 Interaktionen
Vatikan
de
5 Interaktionen
«Erhebliche Schäden»