Pistorius: Russland zeigt erhöhte Präsenz in Ostsee

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Russland,

Im Ostseeraum eskalieren die Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Deutschlands Verteidigungsminister Pistorius zieht einen Vergleich zum Kalten Krieg.

Mit Blick auf die Lage im Ostseeraum zieh der Verteidigungsminister einen Vergleich zum Kalten Krieg. (Archivbild)
Mit Blick auf die Lage im Ostseeraum zieh der Verteidigungsminister einen Vergleich zum Kalten Krieg. (Archivbild) - Thomas Banneyer/dpa

Russland zeigt nach Angaben von Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius seit einiger Zeit erhöhte Präsenz in der Ostsee. Die Anwesenheit der russischen Marine und ziviler Schiffe nehme deutlich zu, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk.

Auch die chinesische Marine sei bisweilen präsent. Man sehe daran «die strategische Bedeutung der Ostsee für viele, unter anderem eben vor allem auch für Russland und für China, auch was die Umgehung der Sanktionen angeht.»

Russland zeige immer wieder provozierendes Verhalten, wie man es aus Zeiten des Kalten Krieges kenne. «Wir hatten immer wieder Vorfälle in der Ostsee, die sich dann daraus ergeben, dass es Warnschüsse gibt in die Luft, dass es Warnschüsse ins Wasser gibt.»

Pistorius verglich dieses Verhalten mit Vorfällen in der Luft, bei denen russische Kampfflugzeuge ohne Kennung über dem Baltikum in die Luft gingen, um zu testen, wie die Nato reagiere.

Vorfall mit russischem Schiff

Pistorius äusserte sich auf Nachfrage nicht zu einem am Mittwoch bekanntgewordenen Vorfall zwischen einem Hubschrauber der Bundeswehr und einem russischen Schiff. Dabei hatte die Besatzung des russischen Schiffs nach dpa-Informationen mit Signalmunition geschossen.

Der Einsatz dieser Munition ist eigentlich nur in Notsituationen üblich. Aussenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hatte darauf verwiesen, dass in der Ostsee immer wieder Schiffe unterwegs sind, die an der Umgehung von Sanktionen wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine beteiligt sind.

Zur Frage einer möglichen Eskalation sagte Pistorius, die deutsche Marine und die Marine der Alliierten verhielten sich sehr umsichtig. «Sie registrieren die Vorfälle, sie berichten sie, sie reagieren durch deeskalierende Massnahmen und lassen auf keinerlei provozierendes Verhalten ein, weil das ist das Letzte, was wir gebrauchen können.»

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Kommentare

User #1851 (nicht angemeldet)

Es spitzt sich alles zu. Es war keine schlechte Idee die Nordischen Staaten neutral zu halten. Die Russen müssen da durch. Ein General nimmt was man ihm an Möglichkeiten gibt. Ein Politiker schlachtet Möglichkeiten aus. Es war keine gute Idee den Finnland Handel mit Russland zu unterbrechen, indem die EU vor 15 Jahren einfach die Grenzen dicht machte. Von einem Tag auf den anderen. Und es war keine gute Idee, sich die Ostsee zu holen. Petersburg ist die einzig Europatreue Stadt in Russland. Man kann seine guten Beziehungen auch schänden. Und dann überrascht die Augen öffnen. Für Macht und Selbstbefriedigung. H He Hei Heisse EU.

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