US-Vize Vance handelt sich in Rom Ärger ein

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Italien,

US-Vizepräsident JD Vance sorgt in Rom für Ärger – das Kolosseum wurde für ihn gesperrt, Touristen protestierten mit Buhrufen.

Papst Franziskus
Papst Franziskus empfängt US-Vizepräsident J.D. Vance. - Vatican Media via AP, HO

US-Vizepräsident JD Vance hat sich beim Osterbesuch mit seiner Familie in Rom Ärger eingehandelt. Vor dem Kolosseum in Rom kam es zu Protesten, weil das Wahrzeichen der italienischen Hauptstadt für den Politiker geschlossen wurde.

Aus der Menge an Touristen, die vergebens auf Einlass warteten, waren nach einem Bericht der Tageszeitung «La Repubblica» Rufe wie «Schande» zu hören. Schliesslich erschien der 40-Jährige gar nicht. Seine Frau Usha liess sich ohne den Ehemann durch die Arena führen.

Die Zeitung berichtete von einem 20-minütigen Chaos am Samstagabend. Über dem Kolosseum sei die gesamte Zeit ein Hubschrauber gekreist.

Touristen klettern über Zäune

Einige Touristen seien dann nach einer Stunde Wartens einfach über die Zäune geklettert. Die Leitung des Archäologischen Parks, zu dem das Kolosseum gehört, rechtfertigte die Schliessung mit Sicherheitsgründen. Alle, die einen Besuch gebucht hatten, hätten rechtzeitig eine Stornierungs-Mail erhalten.

Vance blieb dann in der Residenz der US-Botschaft in Rom, der Villa Taverna. Mit etwa sieben Millionen Touristen pro Jahr gehört das Kolosseum zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Italiens.

Erbaut wurde die Arena, die früher bis zu 70.000 Zuschauern Platz bot, zwischen 72 und 82 nach Christus. Heute kommt es dort auch ohne Besuche von Politikern häufig zu langen Wartezeiten.

Der Stellvertreter von US-Präsident Donald Trump war am Freitag in Rom angekommen. Vance, der 2019 zum katholischen Glauben übertrat, besuchte auch den Vatikan. Das Paar hat seine drei kleinen Kinder dabei.

Vance's Familienausflug in Rom

Vance war auch zu sehen, wie er für die beiden Söhne Gladiatorenrüstungen kaufte. Die Familie ging auch Eis essen. «La Repubblica» zufolge gab es für die Eltern Pistazie, Mango und Stracciatella, für die Kinder Fior di Latte und Schokolade.

Der US-Vize war dabei in Jeans, Outdoorjacke und mit Basecap unterwegs.

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Kommentare

User #3297 (nicht angemeldet)

Komisch solche Verbote gab es schon früher bei Staatsbesuchen..! Vermutlich verklickern die Medien nur aufgrund wegen wem.. Käme der grande petit Monsieur le president aus Frankreich würde kein Hahn laut schreien wegen Verboten. Da wäre es doch aus Sicherheitsgründen klar abgesprochen..

User #5617 (nicht angemeldet)

Hoffentlich hat der Papst J.D. die Leviten gelesen...

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