Coronavirus: Studie gibt Hoffnung auf langfristige Immunität

    Noëlle Schnegg
    Noëlle Schnegg

    Australien,

    Wie lange halten die Antikörper nach einer Infektion mit dem Coronavirus? Eine australische Studie gibt neue Hoffnungen auf eine langfristige Immunität.

    Coronavirus Immunität
    Coronaviren - National Institutes of Health/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bekannt ist, dass die Antikörper-Konzentration nach einer Corona-Infektion zurückgeht.
    • Gedächtniszellen spielen bei der Immunität eine wichtigere Rolle.
    • Forscher fanden heraus, dass Gedächtniszellen auch nach acht Wochen vorhanden sind.

    Menschen, die eine Corona-Infektion überstehen oder eine Impfung erhalten, bilden Antikörper. Bislang ist noch unklar, wie lange die Immunität anhält. Bei der Immunität spielen neben den Antikörpern die Gedächtniszellen des Immunsystems eine noch bedeutsamere Rolle: Sie speichern die spezifischen Strukturen des Virus und lösen bei erneutem Kontakt eine Immunantwort aus. Sie beschleunigen damit die Produktion von Antikörpern.

    Hoffmann-La Roche
    Ein Pack mit Antikörpertests. (Archivbild) - dpa-infocom GmbH

    Eine australische Studie des Forschungsteams unter Menno van Zelm gibt nun Hoffnung zu einer langfristigen Immunität: In untersuchten Blutproben waren die Gedächtniszellen auch noch nach acht Monaten vorhanden. Die Forscher untersuchten insgesamt 36 Blutproben von 25 Corona-Patienten, darunter 11 gepaarte Proben. Die Proben wurden zwischen 4 und 242 Tagen nach Auftreten der Symptome entnommen.

    Coronavirus Immunität: Kein Rückgang bei Gedächtniszellen-Konzentration

    Bisher untersuchten Forscher vor allem die Konzentration der Antikörper, welche 20 Tage nach Auftreten der Symptome langsam zurückgeht. Die Forscher konnten bei der Gedächtniszellen-Konzentration jedoch keinen Rückgang nachweisen, wie sie im Forschungsmagazin «Science Immunology» berichten.

    coronavirus
    SARS-CoV-2 unter dem Mikroskop. - National Institutes of Health/AFP/Archiv

    Bei den Untersuchungen konnten die Forscher nicht eindeutig sagen, wie die Gedächtniszellen das Virus erkennen. Entweder wird das Virus anhand des Spike-Proteins erkannt oder es wird erst erkannt, wenn es sich in den Körperzellen befindet.

    Aufgrund der geringen Anzahl an Probanden ist die Aussagekraft der Ergebnisse beschränkt. Die Hoffnung auf eine anhaltende Immunität ist jedoch durch die Studie gegeben.

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