Wo viele Pflanzen auf engem Raum wachsen, ist die Ernte besser
Die Biodiversität erfüllt in der Landwirtschaft gleich zwei wichtige Dienste: Durch sie klappt das Bestäuben besser und Schädlinge werden bekämpft.

Das Wichtigste in Kürze
- Ist die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren grösser, können Bauern mehr ernten.
- Das zeigt ein Bericht, in dem Daten von 89 Studien auf fast 1500 Feldern auf der ganzen Welt untersucht wurden.
- Biodiversität ist eine starke Treibkraft für eine bessere Bestäubung und Schädlingsbekämpfung.
Biodiversität ist gut für die Landwirtschaft. Und das gleich in zwei Belangen: Erstens ist eine hohe Artenvielfalt gleichzeitig auch eine wirksame Schädlingsbekämpfung. Zweitens helfen die diversen Insekten und Tierchen fleissig beim Bestäuben der Pflanzen. Belege dazu liefert eine internationale Studie, die im Wissenschaftsjournal Science Advances veröffentlicht worden ist.
Für die Studie haben Forschende rund 1500 Felder auf der ganzen Welt untersucht. Und sie kommen zum Schluss: In heterogenen Umgebungen, also dort, wo viele Pflanzenarten im gleichen Raum wachsen, gibt es mehr bestäubende Insekten und auch mehr verschiedene Arten davon. Diese bestäuben mehr Pflanzen und bekämpfen Schädlinge auf natürliche Weise. Schlussendlich führt das zu einer besseren Ernte.
Matteo Dainese, einer der Studienautoren, sagt dazu in einer Mitteilung: «Wenn dank einer grösseren Biodiversität die natürlichen Kontrollmechanismen besser funktionieren, dann kommt ein Bauer mit weniger Pestiziden aus, um Schädlinge zu vernichten.» Dementsprechend empfehlen die Wissenschaftler, verschiedene Pflanzen an einem Ort zu unterhalten.
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