Ungarn schickt 150 wilde Pferde nach Kasachstan
Das Przewalski-Pferd gilt als das letzte nicht domestizierte Pferd. Um die Art zu erhalten, gehen nun 150 Tiere nach Kasachstan.

Das Wichtigste in Kürze
- In Kasachstan leben derzeit sieben Przewalski-Pferde.
- Weitere 150 sollen nun aus Ungarn kommen.
- Die Rettungsprogramme für die Art tragen Früchte.
Im Jahr 1968 galt das ikonische Przewalski-Pferd mit der aufgestellten Mähne und dem robusten Körperbau in freier Wildbahn als ausgestorben.
Das Wildpferd konnte erst über Zucht-Programme von in Zoos gehaltenen Exemplaren wieder vermehrt werden. Mit steigender Zahl konnte man die Tiere in Rettungsprogrammen wieder auswildern.

In Kasachstan ist die Zahl aber weiterhin sehr gering: Sieben Tiere gibt es dort aktuell. Sie wurden zur Wiederansiedlung dort ausgesetzt und stammen aus Zoos in Prag und Berlin.
Auch Tiger, Antilopen und Hirsche im Programm
Weitere 150 Tiere sollen nun aus Ungarn kommen, um eine erfolgreiche Population zu sichern. Das berichtet «The Times of Central Asia» unter Berufung auf den ungarischen Landwirtschaftsminister István Nagy.
«Dieser Schritt erhöht die Sicherheit für diese Pferdeart im Falle von Krankheitsausbrüchen», wird Nagy zitiert.
Seit Herbst 2023 arbeitet Kasachstan auch an der Wiederansiedlung der Tiger: Zwei mit dem ausgestorbenen Turan-Tiger verwandte Raubkatzen kamen aus den Niederlanden in ein Naturschutzgebiet. Weitere werden dieses Jahr aus Russland erwartet.