Basler Regierung prüft Tempo 30 auf ganzer Elsässerstrasse
Die Basler Regierung erwägt eine Ausdehnung der Tempo-30-Zone zur Sicherheit von Schülern.

Die Basler Regierung prüft die Einführung von Tempo 30 rund um die Uhr auch auf dem nördlichen Teil der Elsässerstrasse zwischen Voltaplatz und St. Louis-Grenze. Damit will sie einen Beitrag für sichere Schulwege bei der Primarschule Lysbüchel leisten. Dies geht aus einem am Freitag veröffentlichten Bericht der Petitionskommission hervor.
Derzeit gilt auf der Elsässerstrasse nur vom St. Johanns-Ring bis zum Voltaplatz Tempo 30. Mit der Ausdehnung der Geschwindigkeitsbegrenzung will die Regierung auf die Anliegen einer Petition für sichere Schulwege beim Lysbüchel eingehen.
Wird die Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h reduziert, so sinkt gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung die Zahl der schweren Unfälle um mindestens einen Drittel, wie es im Bericht heisst. Für die Ausweitung von Tempo 30 sind ein Gutachten und eine Publikation im Kantonsblatt notwendig. Deshalb kann die Regierung dies nicht als Sofortmassnahme anordnen.
Ampeln mit Konfliktgrün in Überprüfung
Zudem überprüfen die Behörden derzeit sämtliche Lichtsignal-Anlagen mit Konfliktgrün auf dem Kantonsgebiet. Insgesamt sind gemäss Regierung 57 solche Ampeln mit 159 Konfliktgrün-Phasen in Betrieb. Die Ergebnisse dieser Überprüfung sollen im Sommer 2025 vorliegen.
Auslöser dieser Überprüfung war ein tödlicher Unfall auf dem Fussgängerstreifen beim Knoten Elsässer- und Hüningerstrasse im Juni 2024. Am letzten Schultag vor den Sommerferien wurde dort ein Kind von einem Lastwagen überrollt. Als Sofortmassnahme hob der Kanton das Konfliktgrün bei der Unfallstelle auf.
Petition für sichere Schulwege
Die besagte Petition fordert während der Bauzeit im neuen Quartier Volta Nord unter anderem sichere Schulwege zur Primarschule Lysbüchel sowie zur Voltamatte, der derzeit einzigen Grünfläche in der Gegend.
Die Petition steht nicht in direktem Zusammenhang mit dem tödlichen Unfall. Zu diesem Zeitpunkt war die Unterschriftensammlung bereits im Gange. Der Unfall habe aber die Wichtigkeit der Anliegen «auf leider tragische Weise bestätigt», wird die Petentschaft im Bericht zitiert.