Nidwaldner Regierung will Airbnb nicht regulieren
Der Nidwaldner Regierungsrat sieht keine Notwendigkeit, Plattformen wie Airbnb zu regulieren.

Er geht davon aus, dass das Vermieten privater Wohnungen an Touristen nur einen kleinen Einfluss auf den Wohnungsmarkt hat.
Dies erklärt der Regierungsrat in seiner am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation der Landrätinnen Nathalie Hoffmann (FDP) und Angela Christen (SVP).
Als Vertreterinnen der Hotelier- und Gastronomiebranche seien sie besorgt über die Umwandlung von Mietwohnungen in Touristenunterkünfte.
Die Interpellantinnen erklärten, dass Airbnb und ähnliche Angebote den Zugang der Bevölkerung zu Mietwohnungen erschwerten und die Hotellerie benachteiligten.
Der Regierungsrat sieht dies aber weniger dramatisch. Er geht von maximal 150 Airbnb-Angeboten in Nidwalden aus. Dies entspreche einem Anteil von 0,6 Prozent am Gesamtbestand der Wohnungen.
Tourismus als wirtschaftlicher Faktor
Der Regierungsrat weist ferner auf die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus hin. Neben Hotels hätten auch Ferienwohnungen ihre Berechtigung, auch wenn die Wettbewerbssituation der beiden Unterkunftsformen aufgrund der Vorgaben «nicht ganz gleich» sei.
Zudem würde eine Regulierung des Ferienwohnungsmarktes auch einen Eingriff in das Eigentum bedeuten und einen Kontrollaufwand verursachen. Der Regierungsrat sichert aber zu, die Entwicklung zu beobachten und bei Bedarf Massnahmen ins Auge zu fassen.
Regulierungen in anderen Städten
In der Stadt Luzern wird das Vermieten von Ferienwohnungen seit Anfang 2025 eingeschränkt. Die Stimmberechtigten hatten 2023 eine entsprechende Volksinitiative gutgeheissen. Damit dürfen Wohnungen nur noch während maximal 90 Nächten kurzzeitig an Gäste vermietet werden.