Bergführer fordern Sperrung des Matterhorns

Alexander König
Alexander König

Region Visp,

Sechs Tote gab es 2019 bisher am Matterhorn zu beklagen. Forscher vermuten den Grund gefunden zu haben und fordern die Sperrung des Berges.

matterhorn Wallis
Das Matterhorn im Wallis. Das Wasser aus der Quelle fliesst direkt durch den berühmten Berg und birgt somit gewaltiges Marketingpotenzial in Asien. (Archivbild). - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Matterhorn kommen immer mehr Menschen ums Leben.
  • Das dürfte an den steigenden Temperaturen liegen, meinen Experten.
  • Diese führten zum Auftauen des Permafrosts, wodurch sich Gestein löse.

Sechs Personen kamen dieses Jahr am Matterhorn bereits ums Leben. Minimum zwei davon, weil sich Gestein gelöst hatte. Unklar ist, warum.

Hans Rudolf Keusen ist Geologe und Experte für Naturgefahren beim Schweizer Alpen-Club (SAC). Mit hoher Wahrscheinlichkeit sei die Hitze mitverantwortlich, meint er zur «Sonntagszeitung». Denn in immer höheren Lagen taue der Permafrost auf, so Keusen.

Neuste Messungen würden dies belegen. Durchgeführt wurden diese vom Messnetz Permos. An 15 Standorten erkennt es Veränderungen in punkto Permafrost. Forscher sagen, dass in der Zeitspanne von 2014 bis 2018 in der Schweiz die bis dato höchsten Lufttemperaturen registriert wurden.

Deswegen seien Berge wie das Matterhorn inzwischen zu instabil und gefährlich.

Toruistenattraktion? Besser nicht, meinen manche Bergführer. Einige gehen einen Schritt weiter und fordern gar die Sperrung des Bergs.

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