Bundesrat will Zulassung zum Zivildienst erschweren
Der Bundesrat will, dass weniger Armeeangehörige in den Zivildienst wechseln. Eine Reform soll die Zulassung erschweren und die Einsatzzeiten verlängern.
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Das Wichtigste in Kürze
- Der Bundesrat will den Zugang zum Zivildienst erschweren.
- Ziel ist es, die Zahl der Zivildienstleistenden auf 4000 pro Jahr zu senken.
- 2023 entschieden sich 6754 Wehrpflichtige für den Zivildienst.
Der Bundesrat will die Zulassung zum Zivildienst erschweren. Ziel ist eine Senkung auf 4000 Zivildienstleistende pro Jahr. Mit sechs Massnahmen will er so der Verfassungsvorgabe entsprechen, dass es keine Wahlfreiheit zwischen Militär- und Zivildienst gibt.
Die Landesregierung hat am Mittwoch die Botschaft ans eidgenössische Parlament verabschiedet. Grund für die Änderung des Zivildienstgesetzes ist die hohe Zahl der Zulassungen zum zivilen Ersatzdienst. 2023 leisteten 6754 Wehrpflichtige Zivildienst, 2019 waren es 6088, wie der Bundesrat mitteilte.
Besonders Wechsel aus Armee nach Rekrutenschule sollen erschwert werden
Besonders die Anzahl der Gesuche von Armeeangehörigen mit bestandener Rekrutenschule, Fachspezialisten und Kadern ist demnach problematisch.
Deshalb verschärft die Vorlage die Anforderungen für Gesuchsteller, welche bereits einen beträchtlichen Teil des Militärdiensts absolviert haben. Sie müssen mindestens 150 Tage Zivildienst leisten. Der Faktor 1,5 Zivildiensttage für einen Militärtag soll auch für Kader gelten.