BWO-Direktor: Mietzinserhöhungen von über 15 Prozent sind möglich

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

BWO-Direktor Tschirren hält Mietzinserhöhungen von 15 Prozent bis 2026 für möglich. Er erwartet eine Erhöhung des Referenzzinssatzes im Dezember oder März.

Martin Tschirren, Direktor des Bundesamts für Wohungswesen, geht für die kommenden Jahren von schrittweisen Mieterhöhungen aus. (Archivbild)
Martin Tschirren, Direktor des Bundesamts für Wohungswesen, geht für die kommenden Jahren von schrittweisen Mieterhöhungen aus. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Das Wichtigste in Kürze

  • BWO-Direktor warnt vor Mietzinserhöhungen von 15 Prozent bis 2026.
  • Bis 2025 erwartet er zwei weitere Erhöhungen des Referenzzinssatzes.
  • Ein Aktionsplan gegen die hohen Mieten befinde sich in der Endphase.

Der Direktor des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO) hat bis 2026 eine mögliche Mietzinserhöhung von über 15 Prozent prognostiziert. In den kommenden ein bis zwei Jahren sei eine dritte Erhöhung des Referenzzinssatzes möglich, sagte Martin Tschirren zu «Blick».

Mit der Erhöhung des Referenzzinssatzes um ein Viertelprozentpunkt dürfen Vermieterinnen und Vermieter die Miete um drei Prozent erhöhen. «Weiter können 40 Prozent der Teuerung und allgemeinen Kostensteigerung hinzukommen», sagte Tschirren im am Samstag publizierten Interview. Den nächsten und zweiten Zinsschritt erwartet er kommenden Dezember oder März.

Referenzzinssatz
Hohe Mieten und wenig freie Wohnungen beschäftigen viele Schweizer. - keystone

Zurzeit belässt das BWO den Referenzzinssatz auf 1,50 Prozent, wie das Bundesamt am Freitag mitteilte. Den hypothekarischen Referenzzinssatz gibt es seit 2008. Er sank stetig und verharrte lange auf dem Tiefstand von 1,25 Prozent. Im Juni stieg er erstmals an.

Zurzeit kommen laut Tschirren im Wohnungswesen viele Entwicklungen zusammen: Die steigenden Zinsen, der Rückgang der Bautätigkeit und höhere Preise für Energie und Baumaterialien. Die Nachfrage nach Wohnraum bleibe durch die robuste Wirtschaftslage in der Schweiz zudem hoch.

Bereiten Ihnen die steigenden Mieten Sorgen?

Angesichts dem knappen Wohnraum hatte Bundesrat Guy Parmelin die zuständigen Akteure im Mai an einen runden Tisch geladen. Ein erster Entwurf des daraus resultierende Aktionsplan befinde sich zurzeit in der Endphase, sagte Tschirren.

Er enthalte etwa Massnahmen zur schnelleren Planungs- und Baubewilligungsverfahren oder zur Förderung von preisgünstigem Wohnraum. Die Verabschiedung des Aktionsplans ist für das erste Quartal 2024 geplant. «Was es jetzt braucht, ist politischen Mut auf allen Ebenen», schickte Tschirren dem Plan voraus.

Kommentare

User #3243 (nicht angemeldet)

In vieler Hinsicht: zB.Zuwanderung - weniger ist mehr! Nicht die Menge, aber qualifiziert.

User #3373 (nicht angemeldet)

schon wieder so eine Achterbahn Geschichte, mal wird der Mietzins dramatisch höher, zuerst bleibt der Zinssatz natürlich auf den 1,5 %. Was schreibt ihr am Sonntag oder doch erst am Montag.

Weiterlesen

Wohnungswesen
mieten
7 Interaktionen
Zürich
miete
7 Interaktionen
Keine Mieterhöhung
Betreutes Wohnen
Betreutes Wohnen

MEHR AUS STADT BERN

bern
2 Interaktionen
Bern
hochschule luzern
Per Ende April 2025
BSV Bern
Handball
Katze Dach Casino Bern
9 Interaktionen
Rätsel gelöst