Coronavirus: So sehen die Schutzkonzepte an den Hochschulen aus
Aufgrund des Coronavirus herrschen auch an Hochschulen besondere Regeln. Auch eine Maskenpflicht für die Studenten gehört vielerorts dazu.

Das Wichtigste in Kürze
- Mitte September starten auch Universitäten und Fachhochschulen in das Herbstsemester.
- In Zürich und Bern gilt eine Maskenpflicht.
- Die Schutzkonzepte werden laufend angepasst.
Obligatorische Schulen und Mittelschulen haben ihre ersten Schultage nach den Sommerferien schon hinter sich. Bei Universitäten und Fachhochschulen dauert es zwar noch ein paar Wochen, die Schutzkonzepte stehen aber schon.

Die Hochschulen sehen möglichst viel Präsenzunterricht vor trotz Coronavirus. Ob eine generelle Maskenpflicht gelten soll, wird aber vielerorts noch diskutiert.
Generelle Maskenpflicht an Zürcher Hochschulen
Die Universität Zürich, die ETH Zürich und die Zürcher Hochschule der Künste führen ab Semesterstart eine generelle Maskenpflicht ein. Die Maske, so Uni-Rektor Michael Schaepman in einer internen E-Mail, müsse überall ausser im Hörsaal, dem Büro oder der Mensa getragen werden.

«Es ist jedoch auch weiterhin mit Beschränkungen zu rechnen, insbesondere mit Bezug auf die Distanzregelungen», erklärt Mediensprecherin Melanie Nyfeler auf Anfrage. Grundsätzlich soll das Lehrangebot im kommenden Semester eine Mischung aus Präsenz- und Online-Veranstaltungen werden.
Generell sollen alle Lehrveranstaltungen aber auch digital besucht werden können. «Hintergrund ist, dass sowohl Studierende als auch Dozierende am Unterricht teilnehmen können, unabhängig ihrer besonderen Gefährdungssituation oder ihres Aufenthaltsorts.»
Auch an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) gilt ab dem ersten September eine generelle Maskenpflicht. Der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern müsse aufgrund des Coronavirus trotzdem eingehalten werden, informiert die FHNW auf ihrer Website.
Jeder zweite Sitzplatz in Winterthur bleibt wegen Coronavirus leer
Auch an der ZHAW (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) in Winterthur soll der Präsenzunterricht wieder vollständig stattfinden. Gemäss Mediensprecher Manuel Martin solle der Online-Unterricht trotzdem nicht ganz verschwinden. «Dies ermöglicht es der ZHAW, die Vorteile beider Unterrichtsformen optimal zu nutzen.»

Im Allgemeinen gilt, die Schutzmassnahmen des BAG einzuhalten. Personen, welche Symptome aufweisen, ist es untersagt, das Areal der ZHAW zu betreten. Wo der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern in den Schulräumen nicht eingehalten werden kann, bleibt jeder zweite Platz leer.
Martin erklärt weiter: «In Räumen wie Labors, Skillsräume und Dolmetscherkabinen, in denen der Abstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann, müssen Masken getragen werden. Diese werden von der ZHAW kostenfrei zur Verfügung gestellt.»
Uni Bern ist bereit für erneuten Online-Unterricht
Die Universität in Bern bereitet sich ähnlich auf den Semesterstart vor. Auch hier gelten die allgemeinen Regeln des BAG. Somit auch die Maskenpflicht, wenn man die Abstände nicht einhalten kann.

Die Uni Bern schenkt jedem Studierenden zwei Stoffmasken. Diese sollen noch vor Semesterbeginn per Post zugestellt werden. Dies mit dem Hintergrund des Coronavirus. Obwohl Präsenzunterricht vorgesehen ist, bleibt die Schulleitung bereit für einen Wechsel in den Online-Unterricht.
«Da die Gefahr besteht, dass sich die Situation im Laufe des Semesters verschlechtert, müssen wir schnell auf Online-Unterricht umstellen können», sagt Bruno Moretti, Vizerektor Lehre. Entsprechend ist für jede Lehrveranstaltung ein «Plan B» mit einer reinen Online-Lösung vorzusehen.