Kanton Baselland verzockt sich am Strommarkt
2022 war kein gutes Jahr für Baselland. Denn der Kanton kaufte Strom zum ungünstigsten Zeitpunkt ein.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Kanton Baselland machte einen schweren Fehler beim Stromeinkauf.
- So hat der Kanton zum schlecht möglichsten Zeitpunkt eingekauft.
- Der Strom kostete so rund 16 Millionen Franken mehr als im Vorjahr.
Der Kanton Baselland hat im Sommer 2022 einen teuren Fehler gemacht. Er kaufte Strom zu einem Zeitpunkt, als die Preise fast auf ihrem Höchststand waren.
Bau- und Umweltdirektor Isaac Reber gab im Landrat bekannt: Der Kanton hatte durch diesen unglücklichen Zeitpunkt des Einkaufs erhebliche Mehrkosten. So berichtet es heute die «Basler Zeitung».
Falscher Zeitpunkt für den Stromeinkauf
Ende 2022 liefen die dreijährigen Stromlieferverträge des Kantons aus. Neue Verträge mussten dringend abgeschlossen werden. Anfang 2022 hätte der benötigte Strom noch zu einem Preis von sechs Rappen pro Kilowattstunde (kWh) gekauft werden können.
Ein Preis, der sich über Jahre hinweg kaum verändert hatte. Doch dann kam der Ukraine-Krieg, und die Preise schossen in die Höhe.
Im August erreichten sie ein Rekordniveau von 110 Rappen pro kWh. Nur wenige Tage später kaufte Baselland den benötigten Strom ein. Doch er musste dadurch rund 16 Millionen Franken mehr zahlen als im Vorjahr.
Mehr Transparenz gefordert
Dass diese Mehrkosten öffentlich wurden, ist einer Panne in der Bau- und Umweltbehörde geschuldet: Isaac Reber verriet während einer Fragestunde im Landrat, dass der Kanton tief in die Tasche greifen musste: «83 Rappen pro Kilowattstunde.»
Normalerweise hält der Kanton den Preis, den er am freien Markt für Strom zahlt, geheim.