Polizei birgt nach Brand in Staufen AG eine Leiche
Ein Wohnhaus in Staufen AG geriet am Mittwochabend in Vollbrand. Die Polizei bestätigt den Fund einer Leiche, eine weitere Person wird vermisst.
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Das Wichtigste in Kürze
- Am Mittwochabend geriet ein Wohnhaus in Staufen AG in einen Vollbrand.
- Eine ursprünglich vermisste Person wurde tot durch die Polizei geborgen.
- Eine zweite Person wird nach wie vor vermisst.
Am Mittwochabend brach in einem Wohnhaus in Staufen AG ein Feuer aus. Ein erster Alarm ging laut einem Sprecher der Kantonspolizei Aarau gegen 20.12 Uhr bei der Feuerwehr ein. Das berichtete Nau.ch-Reporter Nico Leuthold vor Ort.
Die Löscharbeiten gestalteten sich demnach aufwendig. Grosse Rauchwolken waren bis weit über das Haus hinauszusehen. Mehrere Trupps bekämpften die Flammen – auch das Nachbarhaus geriet in Flammen. Die Löscharbeiten dauerten auch nach Mitternacht – rund vier Stunden nach der Brandmeldung – noch an.
Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt. Anfangs wurde zunächst über eine mögliche Explosion spekuliert. «Es klang wie eine Bombe!», berichtet ein Anwohner vor Ort im Gespräch mit Leuthold. Der Polizeisprecher hat mehrere Explosionen bestätigt.
Brand nach über fünf Stunden gelöscht
Am Donnerstagmorgen heisst es von der Kantonspolizei Aargau: Der Brand ist gelöscht. Vor Ort sehe man nur noch ein «Trümmerfeld», sagte der Mediensprecher der Kapo auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zu mehreren Medienberichten.
Zudem bestätigte die Kapo, dass weiterhin zwei Personen vermisst werden. Eine der beiden Personen konnte mittlerweile tot von der Polizei geborgen werden.
Ein Feuerwehrangehöriger wurde bei den über fünf Stunden dauernden Löscharbeiten leicht verletzt.
Spezialisten untersuchen am Donnerstagmorgen den Brandplatz
Auf Anfrage von Nau.ch sagt die Kantonspolizei Aargau zudem: «Wir haben zurzeit noch keine neuen Erkenntnisse zur Brandursache. Heute werden Spezialisten den Brandplatz inspizieren, um mehr über den Brand zu erfahren.»
Später teilt die Polizei zudem mit: Im Wohnhaus sollen sich auch drei Schlangen befunden haben.
Die Löscharbeiten hätten bis weit in die zweite Nachthälfte gedauert. Sämtliche Gebäude in der Nähe des Brandes hätten evakuiert werden müssen. Eine sich in der Nähe befindende Bahnlinie habe kurzzeitig unterbrochen werden müssen.
Erste Meldungen zu Explosionen und einem Gebäude in Flammen seien bei der Polizei kurz nach 20 Uhr am Mittwochabend eingegangen, erklärte der Mediensprecher weiter.