Spital Männedorf braucht Sicherheit von 70 Millionen Franken
Das Spital Männedorf braucht von seinen Aktionärsgemeinden finanzielle Sicherheiten im Umfang von 70 Millionen Franken.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Stimmberechtigten der Gemeinden werden am 28. September darüber entscheiden.
- Dies teilen Spital und Gemeinden am Montag mit.
Das Spital Männedorf muss im kommenden Jahr eine Anleihe in Höhe von 50 Millionen Franken erneuern. Sie wurde 2018 am Kapitalmarkt aufgenommen und 2023 erneuert. Am 12. Juli 2026 läuft diese nun aus und muss durch eine neue Anleihe oder Kredite ersetzt werden.
Bis vor Kurzem wäre dies gemäss Angaben des Spitals ohne Weiteres möglich gewesen. Die jüngsten Entwicklungen im Gesundheitssektor, insbesondere der drohende Konkurs beim Spital Wetzikon, hätten dem Vertrauen der Anleger in den Spitalsektor aber geschadet.
Deshalb sollen nun die Aktionärsgemeinden Sicherheiten sprechen. Diese würden es dem Spital ermöglichen, weiterhin zu guten Konditionen Fremdkapital aufzunehmen.
Die Sicherheiten sollen im Verhältnis zum Aktienkapital unter den acht Gemeinden aufgeteilt werden. Stäfa beispielsweise soll so rund 14 Millionen Franken übernehmen, Herrliberg rund 6 Millionen und Erlenbach rund 5 Millionen.
Mit der neuen Anleihe will das Spital die über 70 Jahre alte Bettenstation erneuern und eine umweltfreundliche Seewasser-Heizzentrale bauen. Zudem soll die ambulante Klinik in Meilen weiterentwickelt werden. Das Spital bezeichnet das Ausfallrisiko für die Gemeinden als «tief.»
Das Spital Männedorf am rechten Seeufer behandelte im vergangenen Jahr 8189 Patientinnen und Patienten stationär und 44'315 ambulant. Es beschäftigt rund 900 Mitarbeitende.