Sunrise-Chef sieht übertriebene Rabattschlacht am Black Friday
Sunrise und Mitbewerber erleiden einen Rückschlag durch Black-Friday-Rabatte.
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Der Telekomanbieter Sunrise und seine Wettbewerber haben es bei der Rabattschlacht um den Verkaufstag Black Friday im vergangenen Jahr offenbar übertrieben. Die Periode sei trotz positivem Werbeeffekt unter dem Strich nicht wertsteigernd gewesen. Dies sagte Sunrise-Chef André Krause an einer Onlinekonferenz für Analysten am Freitag.
«Wir werden die Strategie zum Black Friday komplett überdenken», sagte Krause. Als Konsequenz wurde das Rabattniveau der Hauptmarke von Sunrise seit dem Black Friday 2024 reduziert. Krause erklärte, die Mitbewerber – dazu zählen Swisscom und Salt – hätten dieselben Beobachtungen gemacht wie Sunrise.
Rückblick auf aggressive Marketingstrategien
2024 hatten die Mobilfunkanbieter zum Black Friday zum Beispiel mehr unlimitierte Handy-Abos zu Billigpreisen angeboten als im Jahr davor. Sie starteten zudem früher mit den Schnäppchenofferten. Neben den Adventssamstagen zählen die Verkaufstage rund um den Black Friday zu den wichtigsten des Jahres für den Detailhandel.
Sunrise bewarb die Angebote am Black Friday im selben Umfang wie im Vorjahr und erreichte den Angaben zufolge zwar hohe Verkaufszahlen für seine Hauptmarke und die Nebenmarken wie Yallo. Es sei aber zu «erheblich negativen Auswirkungen» beim Kundenverhalten gekommen.
Diese wanderten wegen Rabatten ab. «Insgesamt war die Black-Friday-Periode trotz positiver Effekte auf nicht-finanzielle Kennzahlen nicht wertsteigernd», sagte Krause.