Thurgau: Das ist der Grund für die 17’000 zu hohen Steuerrechnungen!
Im Thurgau erhielten Eltern falsche Steuerrechnungen ohne Kinderabzug. Der Fehler geschah aufgrund einer ungenügenden Testabdeckung.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Thurgau wurden 17'235 falsche Steuerrechnungen verschickt.
- Der Kinderabzug fehlte, was auf technisches und menschliches Versagen zurückzuführen ist.
- Wer die Rechnung bereits bezahlt hat, bekommt den Kinderabzug zurückerstattet.
Die Thurgauer Steuerverwaltung verschickte 17'235 fehlerhafte Bundessteuerrechnungen an Eltern. Der Kinderabzug von 259 Franken pro Kind fehlte.
Jetzt ist der Grund für den Fauxpas klar: Der Fehler entstand durch eine falsche technische Konfiguration, die infolge einer ungenügenden Testabdeckung durch die Steuerverwaltung nicht erkannt wurde. Die «Thurgauer Zeitung» berichtet darüber.
Die Steuerverwaltung hat den Fehler inzwischen behoben und korrigierte Rechnungen vorbereitet.
Finanzdirektor nimmt Stellung
Finanzdirektor Urs Martin gesteht: «Es ist klar, dass der Fehler das Vertrauen in die Steuerverwaltung nicht fördert. Das ist unschön.»

Tests aus dem Jahr 2022 erwiesen sich als unzureichend. Mehrere der direkt beteiligten Mitarbeitenden arbeiten mittlerweile nicht mehr bei der Steuerverwaltung. Die verbleibenden Angestellten behalten ihre Stellen.
Rückerstattung und Entschuldigung
Betroffene, die die fehlerhafte Rechnung bereits bezahlt haben, erhalten die Kinderabzüge zurückerstattet. Alle anderen können die alte Rechnung ignorieren und auf die neue warten.
«Die Steuerverwaltung bedauert den Fehler und entschuldigt sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten», lässt die Steuerverwaltung laut der «Thurgauer Zeitung» verlauten.