Weg frei für Entwässerungsstollen in Braunwald GL
Der Entwässerungsstollen für Braunwald kann gebaut werden. Der Baustart ist für Herbst 2025 geplant.

Der Entwässerungsstollen für den abrutschenden Glarner Ferienort Braunwald kann gebaut werden. Eine Beschwerde gegen das Projekt beim Bundesgericht wurde zurückgezogen und es liegt eine rechtskräftige Baubewilligung vor. Ziel ist ein Baustart im Herbst 2025.
Allerdings haben sich aufgrund der Projektverzögerung und der Teuerung die Baukosten auf 45,9 Millionen Franken erhöht, wie der Kanton Glarus am Mittwoch mitteilte. Ende 2022 war man noch von 38,7 Millionen Franken ausgegangen.
Über die erhöhten Kreditbegehren befinden die Entwässerungskorporation Braunwald und Glarus Süd und die Gemeindeversammlung im April beziehungsweise im Juni. Kanton und Bund werden 80 Prozent der beitragsberechtigten Kosten tragen, was zu einem Beitrag von 36,3 Millionen Franken führt.
Kostensteigerungen trotz Unterstützung
Dies entspricht einer Kostensteigerung des Kantonsanteils um 2,5 Millionen Franken. Die Erhöhung der Kostenprognose benötige keinen zusätzlichen Regierungsratsbeschluss, schrieb der Kanton.
Die Landsgemeinde 2021 habe ein deutliches Zeichen für Braunwald und den Entwässerungsstollen gesetzt. «Neben einer nachhaltigen Sicherung von Braunwald wird mit dieser Massnahme auch der Schutz des Talbodens verbessert», hiess es.
Für die Realisierung des Entwässerungsstollens wird mit einer Bauzeit von vier bis fünf Jahren gerechnet.