Ausverkauf nach Trumps Zollschock noch nicht zu Ende
Die Finanzmärkte weltweit erleben einen Ausverkauf, nachdem US-Präsident Donald Trump neue Zölle angekündigt hat.

Wer zum Wochenschluss auf eine Beruhigung nach der US-Zollkeule gehofft hatte, dürfte zunächst enttäuscht werden. Der Ausverkauf an den Finanzmärkten dürfte sich auch am Freitag weiter fortsetzen.
Allerdings könnten die Verluste nicht mehr ganz so dramatisch ausfallen wie am Donnerstag. Für den wichtigsten Schweizer Aktienindex SMI etwa taxiert der Broker IG ein vorbörsliches Minus von 0,6 Prozent, nachdem der Leitindex am Donnerstag um 2,5 Prozent eingebrochen war.
Auch für den deutschen Dax oder den britischen FTSE 100 indiziert der Broker gegen 6.45 Uhr zwar weitere Verluste, die aber bei Weitem nicht mehr so gravierend sind wie am gestrigen Donnerstag. Das gilt auch für die Futures an der Wall Street. In Asien allerdings sackt etwa der japanische Nikkei zum Wochenschluss um weitere 3,5 Prozent ab.
Globale Rezessionsängste nehmen zu
US-Präsident Donald Trump hat mit seinen breit angelegten Zoll-Plänen vom Mittwochabend am gestrigen Donnerstag einen der verlustreichsten Börsentage seit 2020 losgetreten. Weltweit brachen die Aktiennotierungen ein, während Gold und Währungen wie der Franken als sichere Häfen gesucht waren.
An den Märkten macht sich nun die Angst vor einer möglichen Rezession breit. Zahlreiche Strategen wie etwa die von JPMorgan erhöhen in ihren Modellen denn auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem wirtschaftlichen Abschwung kommt.
Wie RBC-Strategin Lori Calvasina in einem aktuellen Kommentar schreibt, glaubt sie, dass eine ähnliche Wachstumsflaute wie in den Jahren 2010, 2011, 2015-2016 und 2018 im Gange ist. Und ein Abschwung in den USA hätte weitreichende Folgen für den Rest der Welt.