Ein Drittel der Industrie-Unternehmen mit Kurzarbeit

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Weinfelden,

Swissmechanic hat von einem hohen Anteil an Kurzarbeit unter den Mitgliedsfirmen berichtet.

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Der Mitarbeiter einer Schweizer Firma bearbeitet einen Auftrag für den Eisenbahnsektor. (Symbolbild) - Keystone

Swissmechanic meldet einen hohen Anteil der MEM-Betriebe mit Kurzarbeit. Laut einer Umfrage unter den Mitgliedfirmen des Dachverbands der kleineren und mittleren Industriebetriebe (KMU-MEM) sind rund ein Drittel der Firmen davon betroffen. Swissmechanic sieht die Politik in der Pflicht.

Eine Mehrheit der Firmen greife zwar nicht auf das Mittel der Kurzarbeit zurück, kleinere und mittlere Betriebe seien indes besonders betroffen, so Swissmechanic in einer Mitteilung vom Montag. Rund 45 Prozent der Unternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitern und 29 Prozent der Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitern hätten jüngst Kurzarbeit eingesetzt.

Dauer und Ausmass variieren

Die Dauer der Kurzarbeit variiert. Gut ein Drittel der betroffenen Firmen lässt seit mehr als sechs Monaten kurz arbeiten. Gut ein Viertel tut dies seit drei bis sechs Monaten und etwa 30 Prozent hat eine Dauer von ein bis drei Monaten umgesetzt. In gut 40 Prozent der Unternehmen betrifft die Kurzarbeit maximal die Hälfte der Belegschaft, in 28 Prozent sind drei Viertel bis 100 Prozentder Angestellten betroffen.

Für knapp die Hälfte der Unternehmen wurde der Antrag auf Bewilligung von Kurzarbeit relativ rasch umgesetzt, aber dennoch mit einigen bürokratischen Hürden. Lediglich rund ein Fünftel der Unternehmen haben die Genehmigung als sehr schnell und unbürokratisch erlebt.

Bürokratische Hürden

Für 17 Prozent der Unternehmen verlief der Prozess langwierig und bürokratisch. Wenn der Anteil an Kurzarbeit nur gering sei, übersteige deshalb der Aufwand oftmals den tatsächlichen Nutzen. Swissmechanic sieht deshalb Handlungsbedarf, ohne indes konkrete Massnahmen vorzuschlagen.

Der Verband geht davon aus, dass bei rund drei Vierteln der Unternehmen die Kurzarbeit noch länger andauern wird. Nur rund ein Viertel der Betroffenen rechne mit einer baldigen Beendigung der Massnahme.

Kommentare

User #4945 (nicht angemeldet)

Während in den USA unnötige Jobs gestrichen werden, unternimmt die sozialistische Schweiz noch alles um sie zu "retten". Die Leute haben RAV, die Firma muss nicht gerettet werden. Sie stirbt nicht, sie wird geschlossen...

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