Migros-Chef: Verkauf von Kosmetiktochter Mibelle vor Abschluss
Die Migros steht kurz davor, ihren umfangreichen Konzernumbau mit dem Verkauf der Tochtergesellschaft Mibelle abzuschliessen.

Die Detailhändlerin Migros hat ihren vor über einem Jahr angekündigten Konzernumbau praktisch abgeschlossen. Als Letztes steht der Verkauf der Kosmetiktochter Mibelle vor dem Abschluss, wie Migros-Chef Mario Irminger der Nachrichtenagentur AWP am Dienstag im Gespräch sagte.
«Wir befinden uns in letzten Verhandlungen mit dem Käufer.» Ursprünglich wollte die Migros den Verkauf bis Ende März abschliessen. Nun soll es laut Irminger in den nächsten Wochen so weit sein.
Beim potenziellen Käufer handelt es sich laut Irminger aber um eine eher kleinere Unternehmung, für die der Aufwand für eine solche Übernahme grösser ist als für einen Grosskonzern wie etwa den französischen Konsumgüterkonzern L'Oréal, dem die Migros unlängst die südkoreanische Mibelle-Tochter Gowoonsesang verkauft hat. «Der Verkaufsprozess braucht so mehr Zeit und Geduld. Aber wir sind guter Hoffnung», sagte Irminger.
Grosse Restrukturierung bei Migros
Die Migros vollzieht seit Februar 2024 die grösste Restrukturierung ihrer 100-jährigen Geschichte. Mehrere Geschäftsteile, darunter SportX, Melectronics, Bikeworld, Obi, Micasa und Hotelplan stiess sie ab.
Dabei steht auch die Kosmetik- und Hygienetochter Mibelle zum Verkauf. Die bekannten Eigenmarken wie die «I am»-Pflegeprodukte oder das Spülmittel «Handy» soll es auch künftig bei der Migros zu kaufen geben.