Roger Federer als Köder für Kamera-Werbung missbraucht
Es war nicht seine Woche: Erst wurde Roger Federer von Novak Djokovic auf den zweiten Platz verwiesen. Nun missbraucht ein Shop sein Konterfrei für Werbezwecke.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Online-Versand wirbt mit einem Bild von Roger Federer.
- Damit soll unter anderem zum Kauf von Canon-Kameras verleitet werden.
- Bei Canon Schweiz distanziert man sich von der Werbung und versucht, sie zu entfernen.
Ein Bild von Roger Federer. Zerknirscht wirkt er darauf, müde auch und doch ein klein wenig kämpferisch. Dazu der Titel: «Dies könnte seine Karriere beenden.»
«Was – um Himmels willen – könnte das sein», schiesst es besorgten Fans durch den Kopf. Der vor wenigen Tagen nur knapp verpasste Sieg von Wimbledon? Oder hat das Tennis-Ass sich etwas anderes, als eine Zweitplatzierung, zu Schulden kommen lassen?
Roger Federer dient nur als Köder
Der Mausklick auf Federers vermeintlichen Faux-Pas ist bereits geschehen. Erst jetzt bemerkt der Leser, dass er eben auf eine Werbung geklickt hat. Statt zu einer brandheissen Geschichte über Roger Federer, führt der Klick zur Krämerseite «Shoppingz Today».
Im Sonderangebot zu haben: Die Canon PowerShot in Schwarz. Ist die Digitalkamera des japanischen Herstellers etwa so gut, dass sie Roger Federer karriereschadend vom Training abhält? Mitnichten: Bei Canon Schweiz raucht das Dach.
Canon distanziert sich von «nach Aufmerksamkeit schreiender Werbung»
«Canon steht mit dieser nach Aufmerksamkeit schreienden Werbung in keinem Zusammenhang und distanziert sich entschieden davon», sagt Ralph Schmid. Er ist Marketing- und Kommunikationsdirektor bei Canon Schweiz.
Dort kenne man den Shop, der wohl aus den USA Geschäfte treibe, nicht. Das allerdings soll sich bald ändern. «Wir versuchen aktuell, Kontakt mit dem Shop aufzunehmen. Er soll es unterlassen, Weltstar Roger Federer in Kombination mit einer reisserischen Schlagzeile in Szene zu setzen», so Schmid weiter.
Ohne Vertrag mit dem Konterfrei eines Stars zu werben, könnte den Shop teuer zu stehen kommen. Auf die Anfrage von Nau hat «Shoppingz Today» bisher nicht reagiert.