Schwedischer Versicherungsriese streicht Tesla aus dem Portfolio
Der schwedische Konzern Folksam trennt sich von Tesla-Aktien. Grund: Konflikte um Arbeitnehmerrechte und ethische Standards.

Der schwedische Versicherungskonzern Folksam hat seine gesamten Tesla-Anteile verkauft. Diese Entscheidung basiert auf ethischen Kriterien, die Tesla laut Folksam nicht erfüllt.
Der Umgang des Unternehmens mit Arbeitnehmerrechten und Gewerkschaften steht im Mittelpunkt der Kritik. Laut Folksam verstösst Tesla gegen die Platzierungskriterien des Konzerns, weshalb Bemühungen zur Änderung erfolglos blieben, berichtet der «Spiegel».
Anhaltende Kritik an Tesla
Wie viele Anteile betroffen sind, bleibt unklar. «Spiegel» berichtet, dass der Verkauf unabhängig von den jüngsten Kurseinbrüchen der Tesla-Aktie erfolgte.

Tesla befindet sich in Schweden seit längerem im Streit mit der Gewerkschaft IF Metall. Der Autobauer weigert sich, einen Tarifvertrag zu unterzeichnen, was zu anhaltender Kritik führte.
Ähnliche Konflikte gibt es auch im Teslawerk Grünheide bei Berlin. Laut «T-Online» zweifelt Tesla dort Krankschreibungen von Mitarbeitenden oft rückwirkend an und lehnt ebenfalls Tarifverträge ab.
Hintergrund: Gewerkschaftskonflikte
Die Folksam-Gruppe gehört zu den grössten Versicherern Schwedens und verfolgt strenge ethische Standards bei ihren Investments. Tesla-Chef Elon Musk steht international in der Kritik für sein politisches und wirtschaftliches Vorgehen.
Wie «Finanzen.net» berichtet, sind diese Kontroversen ein weiterer Grund für den Schritt des Versicherers. Zusätzlich zur Ablehnung von Tarifverträgen kritisiert IF Metall die Arbeitsbedingungen bei Tesla.
Die Tesla-Aktie hat bereits deutlich an Wert verloren, wie «Boerse-Frankfurt.de» meldet. Am Mittwoch werden neue Quartalszahlen erwartet, die zeigen könnten, wie sich aktuelle Konflikte auf das Geschäft auswirken.