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Swissmem fordert Bundesrat zu raschem Handeln auf

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Zürich,

Die US-Zölle werden laut dem Industrie-Dachverband Swissmem die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie stark treffen.

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Laut Swissmem könnten die US-Zölle die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie erheblich belasten. (Archivbild) - keystone

Die US-Zölle werden die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie voraussichtlich «sehr hart» treffen, teilte der Industrie-Dachverband Swissmem am Donnerstag mit. Bundesrat und Firmen sollten nun rasch handeln, dabei aber einen «kühlen Kopf» bewahren.

«Swissmem ist schwer enttäuscht über die Entscheidung der US-Regierung, auf Produkte der Schweizer Tech-Industrie pauschale Zölle von 31 Prozent zu erheben», heisst es in der Mitteilung weiter. Die Entscheidung sei unverständlich, insbesondere da die Schweiz schon 2024 sämtliche Industriezölle aufgehoben hatte. Die neuen Zölle würden die ohnehin schon angespannte konjunkturelle Lage noch weiter verschärfen.

Vom Bundesrat fordert der Verband daher nun «rasches Handeln, um die Zölle zumindest abzuschwächen und den Zugang zu anderen Märkten zu erleichtern». Auch innenpolitisch sollten die Firmen unterstützt werden, etwa indem die Kurzarbeit vereinfacht oder verlängert wird.

Darüber hinaus soll das Freihandelsabkommen mit Indien nach Ablauf der Referendumsfrist so schnell wie möglich in Kraft gesetzt werden. Hohe Dringlichkeit hätten zudem der Abschluss des Freihandelsabkommens mit dem Mercosur sowie die Erweiterung des Abkommens mit China. Auch die Bilateralen III würden an Bedeutung gewinnen. Das Verhältnis mit dem wichtigsten Handelspartner der EU müsse schnell geregelt werden.

Einbussen der Schweizer Tech-Industrie auf dem US-Markt

Da die Zölle gegen die EU nur bei 20 Prozent liegen, verliere die Schweizer Industrie auf dem US-Markt gegenüber EU-Firmen relativ an Wettbewerbsfähigkeit. «Swissmem rechnet deshalb damit, dass sich die Güterausfuhren der Tech-Industrie in die USA massiv reduzieren werden», heisst es.

Besonders gefordert seien KMU ohne Produktionsstandort in den USA. «Sind ihre Produkte nicht unverzichtbar, droht ihnen der Verlust eines wichtigen Absatzmarkts», so der Verband.

Unternehmen und auch die Politik sollten aber mit «kühlem Kopf» vorgehen. Insbesondere da 85 Prozent der Ausfuhren in andere Länder als die USA gingen. So sei die EU mit einem Anteil von 55 Prozent deutlich gewichtiger. Auch andere Märkte in Südamerika oder Asien könnten für Unternehmen nun an Bedeutung gewinnen.

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