WTO sagt weltweiten Rückgang des Warenhandels voraus
Die WTO befürchtet einen Rückgang im weltweiten Warenhandel um ein Prozent aufgrund der US-Zölle.

Die Welthandelsorganisation (WTO) fürchtet wegen der geplanten und bereits eingeführten US-Zölle einen Rückgang im weltweiten Warenhandel um ein Prozent. Das entspreche einer Korrektur der aktuellsten Prognose um vier Prozentpunkte nach unten. Dies teilte WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala in Genf mit.
Sie äusserte sich tief besorgt. Die Situation könnte mit möglichen Vergeltungsmassnahmen zu einem Zollkrieg eskalieren, der den Handel dann weiter beeinträchtige.
Sie erinnerte daran, dass der Grossteil des Welthandels weiter nach den ausgehandelten WTO-Regeln stattfinde. Dieser Handel mache rund 74 Prozent aus, nach 80 Prozent Anfang des Jahres. Also vor dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump.
Gefahr von Umleitung der Handelsströme
«Handelsmassnahmen dieser Grössenordnung haben das Potenzial, zu erheblichen Umleitungen der Handelsströme zu führen», warnte sie zudem.
«Ich rufe die Mitgliedsländer auf, mit dem daraus resultierenden Druck verantwortungsvoll umzugehen. Um zu verhindern, dass sich die Handelsspannungen ausweiten.»
Die EU hat eigene geplante Zölle unter anderem damit begründet, sie müsse sich davor schützen, dass Waren, die nicht mehr in die USA geliefert werden, in grossem Umfang in der EU landen.