Baar sagt «Ja» zum Neubau der Schule Wiesental

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Wie die Gemeinde Baar berichtet, wurden die Kredite für den Neubau der Schule Wiesental und für das Sporthallen-Provisorium genehmigt.

Schulhaus Baar.
Schulhaus Baar. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Die Baarer Stimmbürger sagen deutlich Ja zu den Kredi-ten für den Neubau der Schule Wiesental und für das Sporthallen-Provisorium. Auch die Bareinlage für die Gründung einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft zum Betrieb der Altersheime Baar wird mit grossem Mehr genehmigt.

Der Baarer Gemeinderat erhält auch in der letzten von drei kommunalen Urnenabstimmungen innerhalb eines Jahres Rückendeckung vom Volk. Die Stimmbürger haben die Kredite für den Neubau der Schule Wiesental und für das Sporthallen-Provisorium deutlich genehmigt.

Für den Neubau der Schule Wiesental haben 7617 Personen ein Ja und 1560 ein Nein in die Urne gelegt. Der Ja-Stimmenanteil liegt bei 83 Prozent. Damit können bis 2027 94.32 Millionen Franken in den Neubau der Schulanlage investiert werden.

Bauarbeiten im Frühjahr 2022

«Für die Schüler sowie deren Eltern, aber auch die Lehrpersonen ist dieses Resultat äusserst erfreulich», sagt Schulpräsidentin Sylvia Binzegger. «Wir erhalten im Schulkreis Baar Nord den nötigen Schulraum und eine moderne Schulanlage.»

Die Bauarbeiten werden im Frühjahr 2022 beginnen. In einer ersten Etappe wird das Schulgebäude mit Dreifachturnhalle parallel zur Waldmannhalle erstellt. In der zweiten Etappe folgen die Aula und Bibliothek, ein Schulgebäude für Kindergarten und die ersten beiden Primarklassen sowie ein Gebäude für die Schulergänzende Betreuung.

«Das deutliche Ja ist ein Vertrauensbeweis», betont Bauvorstand Jost Arnold. «Es zeigt uns, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht und ein überzeugendes Bauprojekt vorgelegt haben.»

Provisorium für Sportvereine

Mit 7273 Ja- gegenüber 1889 Nein-Stimmen fiel die Zustimmung zum Kredit für die Erstellung eines Sporthallen-Provisoriums etwas weniger deutlich aus (Ja-Stimmenanteil von knapp 79.4 Prozent).

Die Schulen und die Sportvereine erhalten damit während der Bauzeit der neuen Schule Wiesental Hallenflächen, die mit dem Rückbau der beiden Wiesental-Turnhallen verschwinden.

«Für die Sportvereine ist dieses Ja eine erfreuliche Botschaft», sagt Gemeinderätin Sonja Zeberg-Langenegger. «Die Stimmbürger stellen damit unter Beweis, dass ihnen die Sportvereine am Herzen liegen.»

Für 955'000 Franken wird auf dem Bedarfsparkplatz neben dem Jugendpavillon Cube eine Traglufthalle mit Garderoben-Containern erstellt. Das Provisorium wird im Sommer 2022 zur Verfügung stehen, bevor die Wiesental-Turnhallen rückgebaut werden.

Grosses Investitionsvolumen

Mit der Zustimmung zum Neubau der Schule Wiesental kann der Gemeinderat nun das letzte von drei grossen Bauvorhaben starten. Im Juni hat das Stimmvolk bereits dem Neubau einer Dreifachturnhalle im Sternmatt 2 zugestimmt.

Im September wurde auch der Baukredit für die Sanierung und Erweiterung der Schule Sternmatt 1 angenommen. Die drei Projekte zusammen haben ein Investitionsvolumen von rund 165 Millionen Franken.

«Diese Mittel sind sinnvoll eingesetzt», unterstreicht Gemeindepräsident Walter Lipp. «Die Infrastruktur kommt den Schülern, den Vereinen und der ganzen Bevölkerung zugute.»

Neue Trägerschaft für die Altersheime

Die Baarer Stimmbürger haben am Abstimmungssonntag zudem den Weg für eine neue Trägerschaft für die Altersheime Baar geebnet. Mit 84.6 Prozent Ja-Stimmen wurde eine Bareinlage in der Höhe von 900'000 Franken zur Gründung einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft (gAG) für den Betrieb der Altersheime Baar gutgeheissen.

7084 Bürger stimmten der Vorlage zu, 1286 lehnten sie ab. Der Verein Frohes Alter (VFA) als bisherige Trägerschaft der Altersheime beteiligt sich seinerseits mit 100'000 Franken an der gAG, die Anfang des Jahres 2022 offiziell gegründet wird.

Die gAG übernimmt die Trägerschaft für die VIVIVA Baar und ist damit verantwortlich für den Betrieb der Altersheime Bahnmatt und Martinspark. Für die Bewohner, die Angestellten und alle Vertragspartner ändert sich durch die Neustrukturierung nichts.

Die gAG soll strategisch geleitet werden

Trotzdem ist die Zustimmung für die zukünftige Alterspolitik der Gemeinde wegweisend. «Die neue Rechtsform kann flexibler auf neue Bedürfnisse und Herausforderungen reagieren», erklärt Finanzvorstand Pirmin Andermatt. «Nun sind wir gut gerüstet für die Zukunft.»

Bereits bekannt ist, wer die gAG strategisch leiten soll. Der Gemeinderat Baar und der VFA haben Thomas Huwyler (Wirtschaftsprüfer, vormals Geschäftsführer ESAF 2019 Zug, neuer Geschäftsführer der Zuger Messe), Rita Bruhin (Gesamtleiterin Altersheim Rubiswil in Ibach SZ), Mirjam Gieger (Projektleiterin Gesundheitsförderung), Dana Zumr (Geschäftsführerin, Wirtschaftswissenschaftlerin), Edi Platter (Unternehmensberater), Daniel Grunder (Rechtsanwalt und Notar) und Arno Matter (Inhaber und Geschäftsführer Maler Matter) nominiert.

Die Wahl erfolgt an der Gründungsversammlung. Thomas Huwyler ist der designierte Verwaltungsratspräsident.

Hohe Stimmbeteiligung

Mit der dritten kommunalen Urnenabstimmung innerhalb eines Jahres hat der Gemeinderat den vorletzten Meilenstein erreicht. Am Donnerstag, 9. Dezember 2021 (19.30 Uhr, Waldmannhalle) folgt mit der Budget-Gemeindeversammlung der letzte.

Dabei handelt es sich um die bereits vierte Gemeindeversammlung in diesem Jahr. Politikmüde sind die Baarerinnen und Baarer trotz drei Urnenabstimmungen und vier Gemeindeversammlungen in keiner Weise. Die Stimmbeteiligung am Abstimmungssonntag betrug über 65 Prozent.

«Der Einbezug der Bevölkerung an Gemeindeversammlungen und an Urnenabstimmungen liegt uns sehr am Herzen», betont Gemeindepräsident Walter Lipp. «Für uns ist die hohe Stimmbeteiligung Beweis dafür, dass die Baarer die Entwicklung ihrer Gemeinde mitgestalten wollen.»

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