Einzigartige Auen auf Könizer Boden
Auf dem Gebiet der Gemeinde Köniz liegt eine Naturperle, die in der Schweiz einzigartig ist. Die Flussauen von Sense und Schwarzwasser gehören zu den letzten freifliessenden Flüssen der Schweiz.

Im Gebiet, wo die Flüsse Schwarzwasser und Sense zusammentreffen, gibt es noch ein reiches Mosaik an vielfältigen Lebensräumen für zahlreiche, teilweise sehr seltene Tier- und Pflanzenarten. So finden sich trockene Kies- und Sandbänke, die an heissen Sommertagen schon fast wüstenähnliche Temperaturen aufweisen, nahe bei kühlen Wasserläufen, die von schattigen bewaldeten Hängen herunterfliessen.
Steile Sandsteinfelsen bieten Nistmöglichkeiten für Wanderfalken, Turmfalken, Kolkraben und sogar Uhus.
Amphibien und Reptilien
An den bewaldeten Hängen trifft man auf Rehe, Gämsen oder den seltenen Baummarder. An den Rändern des Flussbettes sowie der zahlreichen Seitenbäche entstehen Tümpel, Wasserrinnen und überrieselte Felsformationen mit Tuffstein-Bildung.
Hier findet man seltene Amphibien wie Gelbbauchunken, Feuersalamander oder sogar Alpensalamander sowie zahlreiche Libellenarten, die ihre Entwicklung als Larve in den verschiedenen Feuchtbiotopen beginnen. Mit viel Glück kann man auch die Ringelnatter oder die Schlingnatter beobachten.
Alpenrosen und Bartgeier
In den Schluchten von Sense und Schwarzwasser können auch mehrere Alpenbewohner angetroffen werden, die hier eine Nische gefunden haben. Im Gebiet der Flussauen von Sense und Schwarzwasser leben auch Ringelnattern.
Erwähnt seien die Alpenrose, die an steilen Felshängen gute Lebensbedingungen finden kann, oder der Mauerläufer, ein Alpenvogel, der oft im Winter in tiefergelegene Gebiete fliegt, wo er noch ausreichend Nahrung findet. Sogar Bartgeier, die grössten Vögel der Alpen, konnten schon im Schwarzwasser-Graben beobachtet werden. Ein Besuch lohnt sich.