Trinkwasserqualität Gemeinde Meisterschwanden
Die kürzlich vorgenommene Untersuchung des Trinkwassers der Gemeinde durch das Amt für Verbraucherschutz Aargau zeigt die folgenden Ergebnisse auf.

Die kürzlich vorgenommene Untersuchung des Trinkwassers der Gemeinde durch das Amt für Verbraucherschutz Aargau zeigt die folgenden Ergebnisse auf.
Mikrobiologische Kontrollen
Die Resultate entsprechen den Anforderungen an Trinkwasser gemäss Hygieneverordnung. Die Proben wiesen somit eine einwandfreie mikrobiologische Qualität auf.
Physikalische und chemische Kontrollen
Der Toleranzwert für Nitrat in Trinkwasser beträgt gemäss der Fremd- und Inhaltsstoffverordnung (FIV) 40 mg/l; das Qualitätsziel liegt bei max. 25 mg/l. Der Nitratgehalt der Proben 19-04208-003,19-04208-004,19-04208-005,19-04208-006,19-04208-007,19-04208-008,19-04208-009, 19-04208-010,1904208-011,19-04208-012 und 19-04208-013 liegt über dem Toleranzwert.
Das Wasser dieser Fassungen war zum Zeitpunkt der Probenahme im Wert vermindert und werden daher in den Bach abgeleitet. Die weiteren physikalischen und chemischen Untersuchungsergebnisse liegen im Bereich der Erfahrungswerte für Trinkwasser gemäss dem Schweizerischen Lebensmittelbuch.
Das Wasser der einzelnen Quellen wird im Reservoire Hölzliacher zusammengeführt und zusätzlich mit nitratarmen Wasser aus der Grundwasserfassung Delphin gemischt. Die Probe nach der Mischung (19-04208-014) Nitrat 18mg/l war in lebensmittelrechtlicher Hinsicht einwandfrei.
Das Quell und Grundwasser wird durch eine UV-Anlage entkeimt. Das Wasser gelangt mit einem Stufenpumpwerk ins Reservoir Hohliebi (Hochzone) und weist dieselbe Wasserqualität auf.
Die Gesamthärte des Wassers ist ein Mass für die Summe der gelösten Calcium- und Magnesiumsalze (Härtebildner). Die Härtegrade werden in folgende drei Stufen eingeteilt: 0–15° fH als weich, 15–25° fH als mittel, über 25° fH als hart (° fH = Grad französische Härte).
Die Gesamthärte des Trinkwassers der Gemeinde Meisterschwanden beträgt 36°fH.
Chlorothalonil
Das Amt für Verbraucherschutz Aargau untersuchte das Trinkwasser der Wasserversorgung Meisterschwanden, auf Planzenschutzmittelrückstände im Zusammenhang mit der Rückstandsproblematik des Wirkstoffs Chlorothalonil. Die Proben ergaben einen einwandfreien Befund.
In den Proben der Grundwasserfassungen Delphin 19-04123-001, 19-04123-002 und 19-04123-003 waren keine Rückstände von Chlorothalonil nachweisbar. Allerdings waren andere Planzenschutzmittelrückstände feststellbar.
In den Mischwasserproben der Quellwasserfassungen Hunzibrunnen und Vögelibrunnen waren Rückstände von Chlorothalonil (Chlorothalonilsulfonsäure und weitere Pflanzenschutzmittel) nachweisbar. Der vorgegebene Grenzwert für Chlorothalonil liegt bei 0,100 Mikrogramm pro Liter.
Die gemessenen Werte bei der Quelle Hunzibrunnen mit 0.085 und Vögelibrunnen mit 0.054 liegen klar unter dem Grenzwert. Der Befund zeigt aber, dass die Trinkwasserfassungen durch die Bewirtschaftung im Zuströmbereich beeinflusst werden.
Aus gesundheitlichen Sicht sind die festgestellten Gehalte unbedenklich. Sie sollten jedoch im Rahmen der Gefahrenanalyse der Wasserressourcen abgeklärt und bewertet werden.