Stadtrat bewilligt Millionenprojekt für neue Passerelle

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Bülach,

Der Stadtrat bewilligt 20,8 Millionen Franken für den Bau einer 160 Meter langen Passerelle über 16 Gleise – Baubeginn ist im Juni 2025, die Eröffnung 2027.

Bahnhof Bülach.
Bahnhof Bülach. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Bülach schreibt, regelt der Stadtrat den Neubau der Passerelle in einem Vertrag mit den SBB bis ins Jahr 2125. Für den Bau der Passerelle bewilligt der Stadtrat einen Kredit von 20,8 Millionen Franken und vergibt die Arbeiten.

Der Baustart für die Passerelle ist für Ende Juni 2025 vorgesehen. Die Eröffnung ist für Sommer 2027 geplant. Mit dem Gestaltungsplan Bülach Nord hat das Stadtparlament den Bau einer Passerelle für Bülach beschlossen. Die Kompetenzen für die Planung und Umsetzung der Passerelle hat das Stadtparlament dem Stadtrat übertragen.

Die Passerelle schliesst die Stadtteile Glasi und Guss direkt an den Bahnhof, ans Naherholungsgebiet Spitalwald und an den Westen der Stadt (Spital, Sportzentrum Hirslen) an. Als Promenade über die Gleise lässt sie Bülach als Stadt zusammenwachsen.

Grossprojekt mit hoher Komplexität

Die Passerelle wird fast 160 Meter lang, zwölf Meter hoch und über fünf Meter breit. Sie überspannt 16 Bahngleise. sechs Lifte und Treppen und eine Rampe sorgen für barrierefreien Zugang. Der Bau findet bei laufendem Bahnbetrieb statt.

260 durchfahrende Züge pro Tag und nächtliche Streckensperrungen machen das Bauvorhaben äusserst komplex. Die Stadt regelt die Eigentumsrechte, die Dienstbarkeiten, die Nutzung und den Betrieb der Passerelle in einem Vertrag mit den SBB, der über 100 Jahre bis ins Jahr 2125 laufen wird.

Investition in Bülachs Zukunft

Die Kosten für die Passerelle belaufen sich auf 28,5 Millionen Franken. Sie sind zehn Millionen Franken höher als bei der letzten Kostenschätzung im Frühling 2023 angenommen. Die Gründe dafür sind insbesondere die komplexen Sicherungs- und Sicherheits-Massnahmen auf der Baustelle und die gestiegenen Weltmarkt-Preise für Stahl.

4,3 Millionen Franken der Gesamtkosten übernehmen die Grundeigentümerschaften in Glasi und Guss. 3,4 Millionen Franken hat die Stadt Bülach für die Projektierung und Planung bereits investiert. 20,8 Millionen Franken bewilligt der Stadtrat als Objektkredit im Sinne einer gebundenen Ausgabe. 4,76 Millionen Franken davon wird die Stadt Bülach aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes zurückerhalten.

Infrastruktur für Bülach Nord

Die Passerelle hat ihren Preis. Der Stadtrat ist überzeugt, dass sie ihn als Investition in Bülachs Zukunft wert ist. Die Stadtteile Glasi und Guss entwickelten sich in den letzten Jahren schnell und dynamisch.

Investorinnen und Investoren haben dreistellige Millionenbeträge investiert. Rund 5200 Menschen wohnen und arbeiten heute im unmittelbaren Einzugsgebiet der neuen Passerelle.

Bis ins Jahr 2040 wird die Zahl der Personen, die den Bahnhof Bülach täglich nutzen, stark anwachsen (plus 63 Prozent gegenüber 2020). Als Stadtteil-überspannendes Generationen-Projekt sorgt die Passerelle für direktere und barrierefreie Verbindungen und komplettiert die Stadt-Infrastruktur für Bülach Nord.

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