Klimastreikende belagern Churer Rathaus

Keystone-SDA Regional
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Chur,

Pünktlich zur Behandlung des Masterplans Energie im Churer Gemeinderat am Donnerstagnachmittag haben rund 20 Klimastreikende vor dem Rathaus Position bezogen.

Ausbau Dachgeschoss Rathaus
Ausbau Dachgeschoss Rathaus. - Stadt Chur

Der Churer Stadtrat hatte Ende August den Masterplan Energie vorgestellt. Ziel ist es, bis 2040 netto null CO2-Emissionen zu erreichen. Im Plan wurden stadteigene Massnahmen in den Bereichen Energieversorgung, Mobilität, Entsorgung, Bau und Planung festgelegt. Beispielsweise durch den Bau eines zweiten Windrades oder Photovoltaik-Anlagen.

Den rund 20 Klimastreikenden gehen die Vorhaben jedoch zu wenig weit. Ausserdem sehen sie darin einige Mängel. Einerseits hätte die Stadt beispielsweise die Absicht, den Fuss- und Veloverkehr zu fördern und den ÖV zu priorisieren. Dafür plant Bus Chur auch, ihre Flotte ab 2028 zu elektrifizieren.

Langfristige Strategie für eine autofreie Stadt gefordert

Jedoch, so die Demonstrierenden, würde für jede neue Wohnung im Stadtteil Chur West ein Parkplatz mitgebaut. Sie fordern daher eine langfristige Strategie für eine autofreie Stadt.

Weiter setzten sich die Behörden das Ziel, die Stadt künftig durchgehend zu begrünen uns so vor der Überhitzung zu schützen. Sofern jedoch bei allen Neubauten auch Tiefgaragen erstellt werden, würde die Versickerung von Regenwasser verhindert und der Durchgrünungsplan erheblich erschwert, konterten die Klimaschützenden.

«Chur hat als Kantonshauptstadt mit super Voraussetzungen eine Strahlkraft», sagte Loris Niethammer vom Klimastreik Chur gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er hofft, dass die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte das Vorhaben des Stadtrats ergänzen und mutigere Massnahmen treffen.

Territorialdenken bei Klimafragen fehl am Platz

Auch sei Territorialdenken bei Klimafragen fehl am Platz, so Niethammer weiter. «Wer auf Elektromobilität setzt, senkt zwar vor Ort den CO2-Ausstoss. Man vergisst aber, dass sich das Klimaproblem dann einfach auf die Produktionsländer solcher Fahrzeuge verlagert.»

Sie würden daher konsequentere, weitreichendere Lösungen fordern, die nicht nur der Stadt Chur, sondern effektiv auch dem Klima helfen.

Kommentare

User #6147 (nicht angemeldet)

Forderung autofrei! Und was ist mit den nicht mehr so mobilen Personen? Und so werden vermutlich etliche Personen nicht mehr in der Stadt Wohnsitz nehmen und Läden „verschwinden“.

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