Degersheim

Freiwillige sichern Amphibienwanderung in Degersheim

Gemeinde Degersheim
Gemeinde Degersheim

Flawil,

In Degersheim wird der Schutz von Fröschen, Kröten und Molchen während ihrer Wanderung unterstützt. Freiwillige Helfer setzen sich für den Erhalt der Tiere ein.

Einfahrt in die Gemeinde Degersheim.
Einfahrt in die Gemeinde Degersheim. - Nau.ch / Simone Imhof

Kaum ist der Schnee weggeschmolzen, erwachen Frösche, Kröten und Molche aus ihrer Winterstarre, teilt die Gemeinde Degersheim mit. Eile ist geboten, denn bis zum nächsten Winter muss der Nachwuchs bereits wieder selbstständig sein können.

In stark belebten Gebieten ist das für die Tiere nicht einfach. Sie sind auf die Hilfe der Menschen angewiesen. Im Bereich Natur- und Tierschutz leisten viele Menschen wertvolle Freiwilligenarbeit.

Immer wieder gibt es Menschen, die in Magdenau einen Halt einlegen, um Amphibien zu beobachten. Rückmeldungen wie: «Da gibt’s ja gar keine Amphibien!» sind nicht selten. Tagsüber, bei trockenem Wetter oder bei sehr tiefen Temperaturen sind tatsächlich kaum Tiere unterwegs.

Schutz der Amphibien vor dem Überqueren der Strassen

Wenn es bei Frühlingsbeginn regnet, dann sind jedoch nach dem Eindunkeln hunderte von Erdkröten, Grasfröschen oder Bergmolchen zu ihrem Laichgewässer unterwegs. Insgesamt suchen in jedem Frühjahr Tausende von Amphibien die Gewässer Magdenaus auf.

Viele von ihnen werden beim Überqueren der Strasse überfahren. Deshalb sind freiwillige Helferinnen und Helfer zu deren Schutz unterwegs.

Neben den Helferinnen und Helfern dienen verschiedene weitere Massnahmen dem Schutz der Amphibien. So sperrt die Abteilung Werke die Buebentalstrasse bei grossen Amphibienwanderungen.

Feste und mobile Leitwerke sichern Wanderung

Entlang des Trottoirs Richtung Wolfertswil und im Buebental zwischen dem Holzlager und dem Waldrand hindern feste Betonleitwerke die Amphibien am Überqueren der Strasse. Beim Fussballplatz und im Buebental führen zwei Unterführungen die Tiere sicher auf die andere Strassenseite.

Kurz vor Beginn der Laichwanderung entfernt der Werkhof bei den Gitterrosten auf den Zufahrtwegen die Abdeckplatten. Dort, wo keine fixen Leitwerke möglich sind, stellen Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Degersheim über einige Hundert Meter mobile Leitwerke auf, die unmittelbar nach der Laichzeit wieder entfernt werden.

Strassensperrungen zwingend einhalten

Erreicht die Wanderung bezüglich der Anzahl Tiere ihren Höhepunkt, sperrt die Abteilung Werke die Buebentalstrasse zwischen 19 Uhr abends und 6 Uhr morgens und signalisiert eine Umleitung. Die Sperrungen erfolgen zurückhaltend und nur dann, wenn eine grosse Amphibienwanderung ansteht.

Leider passieren trotz gut signalisierter Strassensperre viele Privatautos die Buebentalstrasse, was für viele Tiere den Tod bedeutet. Die Bevölkerung wird aufgefordert, das temporär signalisierte Fahrverbot dringend einzuhalten.

Mit langsamem Fahren Frösche und Kröten schützen

Auch wenn die Strasse nicht gesperrt ist, sind oft Amphibien unterwegs. Hier kann eine Reduktion der Fahrgeschwindigkeit viele Tiere vor dem Tod retten: Die Druckwelle der Fahrzeuge lässt die Amphibien innerlich zerplatzen.

Mit einer Temporeduktion auf 30 Stundenkilometer ist der Strömungsdruck des Fahrzeugs abgeschwächt und die Überlebenschance der Amphibien zwischen den Rädern ist viel grösser. Somit ist langsames Fahren die einfachste Massnahme, um die teilweise vom Aussterben bedrohten Amphibien zu schützen.

Freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht

Für diese wertvollen Einsätze zugunsten der Natur sind der Natur- und Vogelschutzverein und die Gemeinde auf Freiwillige angewiesen. Bei Interesse an einem Einsatz stehen Joël Eberth, Leiter Werke sowie Siegfried Zweifel, Präsident Natur- und Vogelschutzverein, gerne für weitere Informationen zur Verfügung.

Die Verantwortlichen freuen sich über jede Unterstützung, trägt sie doch viel dazu bei, die Gemeinde Degersheim zu einem schönen und lebenswerten Ort zu machen. Der Gemeinderat Degersheim schätzt den Einsatz der Helfenden sehr.

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