Wohler Budget 2021 ausgeglichen

Gemeinde Wohlen
Gemeinde Wohlen

Wohlen,

Das Budget 2021 der Gemeinde Wohlen sieht einen unveränderten Steuerfuss von 113 % vor.

Die Stadt Wohlen im Kanton Aargau.
Die Stadt Wohlen im Kanton Aargau. - Nau.ch / jpix.ch

In der Gemeinde Wohlen stehen grosse Investitionsvorhaben an. Die Planung der verschiedenen Schulhausbauten im Schulzentrum Halde und der Hofmatten sind weiter fortgeschritten und in der Investitionsplanung festgelegt. Das Investitionsvolumen für die nächsten 10 Jahre hat sich gegenüber der Vorjahresplanung um fünf Millionen auf CHF 145 Mio. erhöht.

Im Jahr 2021 werden die Investitionen in die Neugestaltung des Bushofes und des Bahnhofplatzes abgeschlossen. Die zu realisierenden Strassenprojekte werden vom kantonalen Projekt der Nutzenbachstrasse angeführt. Die zweite Etappe des Ausbaus der Liegenschaft Wilstrasse 57/59 sowie Gewässerverbauungen sind weitere Investitionen, die im nächsten Jahr zu Buche schlagen.

Zusammen mit den Investitionen des Eigenwirtschaftsbetriebes Abwasserbeseitigung, sind im Budget 2021 Nettoinvestitionen von CHF 13 Mio. vorgesehen. Dazu sind Fremdmittel von CHF 11 Mio. notwendig. In der Krisensituation aufgrund Corona erachtet es der Gemeinderat als richtig, dass die öffentliche Hand die Investitionen tätig und damit der Wirtschaft wichtige Mittel zuführt.

Investitionsvolumen ist finanziell tragbar

Die Finanzierung des Investitionsnachholbedarfs und den jährlich wiederkehrenden und werterhaltenden Unterhaltsarbeiten wird herausfordernd. Das grosse Investitionsvolumen ist umsetzbar und finanziell tragbar, wenn die vorgesehenen Steuererträge erzielt werden können.

Damit der zukünftige Aufwand und die hohen Investitionen finanziert und die Schulden abgebaut werden können, sind höhere Steuererträge notwendig. Nach dem Zwischenschritt mit dem Steuerfuss von 113 %, sind im Finanzplan 2021–2030 Steuererhöhungen vorgesehen.

Ab dem Jahr 2023 wird mit einer Erhöhung auf einen Steuerfuss von 115 % gerechnet. Die abgebildete Entwicklung der Finanzsituation aus heutiger Sicht macht eine weitere Steuerfussanpassung notwendig. Ab dem Jahr 2026 wird deshalb mit einem Steuerfuss von 120 % geplant.

Finanzplanung

Die finanzielle Entwicklung der Gemeinde Wohlen ist von Faktoren abhängig, die nicht beeinflusst werden können. Die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform III wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.

Auf kantonaler Ebene wird die Erhöhung der steuerlichen Krankenkassenprämienabzüge diskutiert. Dies würde zu einem Ausfall in der Gemeinde Wohlen von jährlich rund CHF 1.0 Mio. führen. Die Finanzplanung als rollendes Planungsinstrument nimmt auf die laufende Entwicklung Rücksicht.

Gleichbleibender Steuerfuss 2021

Der Gemeinderat hat in den vergangenen Jahren einen konstant bleibenden Steuerfuss von 115 % beantragt. Nach der letztjährigen Zustimmung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern zu einer Erhöhung um 3 %, erachtet es der Gemeinderat als richtig, im Budget 2021 den gleichbleibenden Steuerfuss von 113 % zu beantragen. Damit ist zwar eine höhere Verschuldung in Kauf zu nehmen, der Gemeinderat erachtet dies aber als vertretbar.

Höhere Aufwendungen gegenüber 2020

Die Zunahme der Schülerzahlen sowie die Umsetzung der «Neuen Ressourcierung Volksschule» wirken sich auf die erhöhten Ausgaben in der Bildung aus. Zudem reduziert sich das Schulgeld für die auswärtigen Schüler aufgrund des geringeren Zinssatzes für die Berechnung der Anlagekosten.

Mit Mehrausgaben ist auch bei der materiellen Hilfe an Sozialhilfebezüger zu rechnen. Der erhöhte Personalaufwand korrespondiert mit den vom Einwohnerrat Anfang 2020 bewilligten Stellen. Keine höheren Nettoaufwendungen sind in den Sparten Verkehr und Volkswirtschaft zu verzeichnen.

Auswirkungen Corona

Die grossen Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung infolge Corona erschweren die Budgetierung für das Jahr 2021. Die Steuereinnahmen wurden im Vergleich zum vergangenen Jahr entsprechend tiefer festgelegt.

Den Mindererträgen stehen Mehraufwände gegenüber, welche zu einem knapp ausgeglichenen Budget 2021 führen und mit einem Ergebnis von CHF 41'000 noch positiv abschliesst. Die angestrebte Eigenfinanzierung wird aber nicht erreicht. Aufgrund der ausserordentlichen Situation erachtet dies der Gemeinderat als den richtigen Weg im kommenden Jahr.

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