Autorinnen-Duo trägt Jussi Adler-Olsens Erfolgsreihe weiter

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Dänemark,

Ihr Unterfangen gilt als das «schwere Krimi-Erbe Dänemarks»: Zwei Autorinnen führen die Krimi-Reihe von Erfolgsautor Jussi Adler-Olsen fort.

Jussi Adler-Olsen.
Der dänische Bestsellerautor Jussi Adler-Olsen. (Archivbild) - dpa

Neue Krimi-Nahrung für die Fans von Bestsellerautor Jussi Adler-Olsen. In Dänemark ist ein mit Spannung erwarteter Folgeroman der Reihe um den Sonderermittler Carl Mørck erschienen.

In «Døde sjæle synger ikke» erzählt das dänische Autorinnen-Duo Line Holm und Stine Bolther die Geschichte um das Sonderdezernat Q der Kopenhagener Polizei in enger Zusammenarbeit mit Adler-Olsen weiter und ergänzt sie dabei um eine neue, geheimnisvolle Romanfigur. In der Schweiz wird der Thriller im Herbst mit dem Titel «Tote Seelen singen nicht» in den Handel kommen.

Jussi Adler-Olsen gibt Fortsetzung der Mørck-Reihe bekannt

Jussi Adler-Olsen zählt zu den bekanntesten Autoren Skandinaviens. Seine zehn Romane um Mørck und das Sonderdezernat Q – von «Erbarmen» bis «Verraten» – machten ihn international bekannt. Anfang Februar hatte der 74 Jahre alte Erfolgsautor dann in der Zeitung «Politiken» bekannt gegeben, unheilbar an Knochenmarkkrebs erkrankt zu sein. Zugleich kündigte er an, dass Holm und Bolther die Mørck-Reihe in enger Abstimmung mit ihm selbst mit einem elften Band fortschreiben werden.

«Jussi hat uns vor mehr als drei Jahren gefragt, ob wir Lust haben, die Abteilung-Q-Serie weiterzuführen. Das war lange, bevor er krank geworden ist», sagte Holm der Deutschen Presse-Agentur in Kopenhagen.

Zusammen mit ihm hätten sie Ideen gesammelt, Adler-Olsen habe ihnen äusserst viel Freiraum gelassen. «Er sagte: Legt los, Ihr bestimmt, Ihr macht, was Ihr wollt. Er war unheimlich offen für unsere Ideen und vertrauensvoll», sagte Holm.

Neues Mitglied im Sonderdezernat Q

Gleichzeitig habe Adler-Olsen seine eigenen Ideen und auch seinen Humor eingebracht, ergänzte Bolther. Vom Manuskript sei er dann hellauf begeistert gewesen. «Nachdem er die ersten 100, 150 Seiten gelesen hat, hat er seine Hand darauf gelegt und gesagt: Das ist ein echter Abteilung-Q-Thriller», sagte Bolther.

In «Døde sjæle synger ikke» gesellt sich jemand Neues an die Seite von Adler-Olsens Hauptfiguren Carl Mørck, Rose und Assad: die mysteriöse Französin Helena Henry. Sie ist Nachfolgerin von Mørck, der den Dienst quittiert hat. Während das Team noch mit der neuen Chefin warm werden muss, muss es eine grausige Mordserie lösen – zu der ausgerechnet Mørck die erste heisse Spur liefert.

Lob von Literaturkritikern

Nach Angaben des Penguin-Verlags wird «Tote Seelen singen nicht» am 1. Oktober in den Handel kommen. Wie es danach mit der Serie weitergeht, wollen Holm und Bolther zunächst offenlassen.

«Natürlich wird danach mehr kommen. Aber wir wollen damit keine bestimmte Anzahl an Büchern verknüpfen. Wir machen so lange weiter, wie es Spass macht», sagte Bolther.

Von dänischen Literaturkritikern wurde der elfte Fall für das Sonderdezernat Q wohlwollend aufgenommen. «Politiken» bescheinigte Holm und Bolther gute Arbeit – und das, obwohl sie «das schwerste Krimi-Erbe Dänemarks» angetreten hätten. Auch «Berlingske» schrieb, dass Adler-Olsen und die beiden Autorinnen alle Erwartungen dabei übertroffen hätten, die Erfolgsreihe in eine neue Ära zu führen. «Die Zukunft für die Abteilung Q sieht rosig aus», hiess es bei der Zeitung.

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