Gina Lollobrigida tot: Italien trauert um Schauspielerin
Am Mittwoch wird die verstorbene Schauspielerin Gina Lollobrigida im Kapitol in Rom aufgebahrt. Die Beerdigung wird am Donnerstag stattfinden.
Das Wichtigste in Kürze
- Am Montag ist die italienische Filmikone Gina Lollobrigida mit 95 Jahren gestorben.
- Bis Donnerstag können sich Fans bei einer Aufbahrung von der Schauspielerin verabschieden.
Italienische Medien berichten, dass die Beerdigung von Schauspielerin Gina Lollobrigida am kommenden Donnerstag um 12.30 Uhr stattfinden wird. Gestern war die 95-Jährige Filmdiva gestorben.
Bei der Zeremonie in der römischen Kirche Santa Maria, die auch als «Kirche der Künstler» bekannt ist, wird Lollobrigida verabschiedet. Seit 1953 finden dort wöchentlich Gottesdienste statt, denen hauptsächlich Personen aus der Kunstwelt beiwohnen.
Gina Lollobrigida tot: Aufbahrung noch bis Donnerstag
Vor der Beerdigung können sich Fans von der Schauspielerin verabschieden. Der Sarg von Gina Lollobrigida wird in einem Saal des Kapitols aufgebahrt, Besucher können die Aufbahrungsstätte ab Mittwoch (18. Januar) um 10 Uhr betreten. Sie ist bis 19 Uhr geöffnet.
Am Donnerstagvormittag vor der Trauerfeier kann der Sarg von 9.30 bis 11.30 Uhr besichtigt werden. Viele bekannte italienische Persönlichkeiten wurden hier bereits aufgebahrt.
Im Februar 2022 etwa Monica Vitti (1931-2022), neben Gina Lollobrigida eine der grössten Schauspielerinnen ihrer Generation.
Gina Lollobrigida gilt in Italien als Nationalheiligtum, sie wurde schon zu Lebzeiten als «Gina nazionale» verehrt. Nachdem sie Bildhauerei und Malerei studiert hatte, zog es sie Anfang der 1950er-Jahre zum Film.
Schon früh drehte sie nicht nur in Europa, sondern auch in Hollywood, beispielsweise in «Salomon und die Königin von Saba». 1961 wurde sie bei den Golden Globes als beliebteste internationale Schauspielerin ausgezeichnet.
Sie galt als «schönste Frau der Welt», nicht nur, weil sie für einen gleichnamigen Film den wichtigsten italienischen Filmpreis gewann. Schon mit drei Jahren soll sie einen Preis als schönstes Kleinkind Italiens gewonnen haben.
Ab den 1970er-Jahren machte sie sich im Filmgeschäft rar. Dafür erlangte sie Renommee als Fotografin. Noch später widmete sie sich der Politik, wenn auch ohne Erfolg.
1999 kandidierte sie für die italienischen Sozialdemokraten für die Wahl zum Europäischen Parlament. Erst letztes Jahr trat sie mit 95 Jahren für ein linkes Bündnis bei der Parlamentswahl in Italien an.