Waffenrecht: Ausland reagiert auf Ja zu schärferem Waffengesetz

Gina Krückl
Gina Krückl

Bern,

Waffengesetze werden weltweit diskutiert: Vor allem auch in den USA. Doch nicht nur die Amis greifen das Schweizer Ja zum verschärften Waffenrecht auf.

Wilderei Wildhüter Eurasischer luchs
Mehrere Jagdgewehre stehen am 06.04.19 an einer Wand der Aussenanlage der Schiessanlage «Selgis Shooting» in Ried-Muotathal ZS gelehnt. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Sonntag stimmte das Schweizer Stimmvolk für strengere Waffenregulierungen.
  • Die ausländische Presse sieht darin einen Imagewechsel.

Am gestrigen Abstimmungssonntag entschieden sich die Schweizer Stimmbürger. Mit 63,7 Prozent nehmen sie die Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie in der Schweiz an.

Davon sind vor allem Waffensammler betroffen – die ihre Waffen nun registrieren lassen müssen. Und nachweisen, dass sie ihre Sammlung sicher aufbewahren.

Aber auch im Ausland schlägt der schweizerische Entscheid zum Waffenrecht Wellen. Vor allem die Medien unserer direkten Nachbarn greifen das Thema auf und berichten über das Schweizer Ja.

Dabei kommt es aber auch zu Missverständnissen. So schreibt «ZDF», dass es «unter anderem um ein Verbot der weit verbreiteten Sturmgewehre» geht. Was im neuen Waffenrecht natürlich nicht der Fall ist.

Imagewandel durch klares Ja zum Waffenrecht

Aber auch einige Zeitungen aus Übersee interessieren sich für die Schweizer Politik. Gerade in den USA sind strengere Waffengesetze ein heiss diskutiertes Thema. Und mit dem deutlichen Ja zur Waffenrecht-Anpassung scheint die Schweiz ihr Image gewandelt zu haben.

Vor der Abstimmung galt die Eidgenossenschaft als waffenliebende Nation, der als Nicht-EU-Mitglied der Willen Brüssels aufgedrängt werden soll. «Dadurch wird die Schweizer Identität mit ihrer langen Tradition des Waffen-Besitzes untergraben», schreibt etwa auch die britische «BBC».

Das Referendum habe aber gezeigt, dass die Stimmbürger anders denken: «Die Schweizer scheinen bestrebt mit der EU zusammenzuarbeiten, um Terroraschläge zu verhindern.»

Kommentare

Weiterlesen

Bundesrat
96 Interaktionen
«Comment on dit?»
Mutter
187 Interaktionen
«Stress pur»

MEHR AUS STADT BERN

Messer
4 Interaktionen
19-Jähriger verletzt
Motorrad
4 Interaktionen
Einigen BE