Indien feiert G20-Abschlusserklärung
Der indische Aussenminister Subrahmanyam Jaishankar blickt auf einen erfolgreichen Gipfel zurück. Trotz schwieriger Themen kam es zu einer Abschlusserklärung.

Der indische G20-Vorsitz feiert, dass beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs trotz des Streits über den Ukraine-Krieg eine Abschlusserklärung zustande gekommen ist. «Die G20 hat anerkannt, dass sie nicht der Ort ist, um Angelegenheiten der internationalen Sicherheitspolitik zu lösen», sagte Indiens Aussenminister Subrahmanyam Jaishankar am Samstag in Neu Delhi. «Die Staats- und Regierungschefs haben auch festgestellt, dass diese signifikante Konsequenzen für die Weltwirtschaft haben können.»
Zu Kritik, dass die Erklärung zum Ukraine-Krieg deutlich weniger deutlich als im Vorjahr auf Bali sei, sagte er, dass die Situation nun eben eine andere sei. Lange war unklar, ob angesichts des Streits zwischen dem Westen auf der einen sowie Russland und dessen Partner China auf der anderen Seite überhaupt eine gemeinsame Abschlusserklärung möglich war.
Umso stärker wurde die Erklärung dann von den Gastgebern als Erfolg gewertet. Es gebe 83 Abschnitte mit der Zustimmung aller Länder – ganz im Sinne des indischen G20-Mottos «Eine Familie, eine Erde, eine Zukunft».
Jaishankar betonte auch, dass Indien es geschafft habe, bei seinem G20-Vorsitz Prioritäten des Globalen Südens – damit meint man arme Länder – zu einem wichtigen Bestandteil der Abschlusserklärung zu machen. Das Land möchte sich als deren Stimme profilieren.