Russland fehlt auf Trumps Zölle-Liste – Ukraine drauf

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USA,

Mit seinen Zollankündigungen sorgt Donald Trump für Wirbel. Auffällig ist unter anderem: Während die Ukraine sanktioniert wird, ist Russland nicht betroffen.

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Trump und Putin bei einem Treffen im Jahr 2018. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zollliste von US-Präsident Donald Trump umfasst 185 Handelspartner.
  • Keine Massnahmen gibt es gegen Russland – anders sieht es für die Ukraine aus.
  • Das Weisse Haus erklärt dies mit den bereits bestehenden Sanktionen.

Die von US-Präsident Donald Trump verkündeten Strafzölle treffen eine Liste von 185 Handelspartnern – Russland fehlt darauf, im Gegensatz etwa zur Ukraine.

Zur Erklärung führte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt der US-Nachrichtenseite «Axios» gegenüber an, dass Russland nicht berücksichtigt wurde, weil US-Sanktionen bereits «jeden bedeutenden Handel ausschliessen».

Hast du Verständnis für die Zoll-Entscheidung von Donald Trump?

Der Handel zwischen Russland und den USA schrumpfte nach Daten des United States Census Bureaus im Vergleich zu der Zeit vor dem Angriffskrieg auf die Ukraine tatsächlich stark zusammen – von rund 36 Milliarden US-Dollar an Ein- und Ausfuhren von Waren im Jahr 2021 auf rund 3,5 Milliarden Dollar im Jahr 2024.

Neben den bestehenden US-Sanktionen gegen Russland drohte Trump vor Kurzem auch damit, die Käufer russischen Öls mit Strafzöllen zu belegen.

Russland liegt bei Importen immer noch vor Ukraine

Dabei liegt Russland in der Handelsbilanz der USA bei Warenimporten aber immer noch vor der Ukraine. Der US-Statistikbehörde nach kamen im Jahr 2024 Waren im Wert von rund 3 Milliarden Dollar aus Russland in die USA – im Vergleich zu einem Wert von etwa 1,2 Milliarden Dollar aus der Ukraine.

Wolodymyr Selenskyj Donald Trump
Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump am 28. Februar 2025 in Washington. - keystone

Für die Ukraine sollen laut Trumps Zoll-Liste Strafzölle von 10 Prozent fällig werden. Die Liste führt auch kleine, nicht unabhängige Gebiete wie Tokelau im Südpazifik oder Gibraltar auf.

Die grossen Handelspartner der USA, Kanada und Mexiko, sind ebenfalls nicht auf der Liste zu finden. Leavitt bestätigte gegenüber «Axios», dass dies daran liege, dass Trump bereits pauschale Zölle in Höhe von 25 Prozent auf beide Länder eingeführt hatte. Kurz nach ihrem Inkrafttreten gewährte er einen einmonatigen Aufschub für bestimmte Produkte.

Kommentare

User #4991 (nicht angemeldet)

Trump will Europa schwächen, sie haben nach dem zweiten Weltkrieg profitiert und je größer die Verluste von der EU- Länder sind, desto besser ist es für die USA.

User #2761 (nicht angemeldet)

Durch die Sanktionen gibt es keinen nennenswerten Handel mit Russland.

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