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Fifa: Wird die WM 2030 auf 64 Teams aufgestockt?

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Paraguay,

Die Fifa und ihr Boss Gianni Infantino müssen sich mit einem absurd anmutenden Plan für die WM 2030 beschäftigen. Werden die Teams erneut aufgestockt?

UEFA-Chef Aleksandar Ceferin hat sich zur Idee von 64 WM-Teilnehmern klar geäussert.
UEFA-Chef Aleksandar Ceferin hat sich zur Idee von 64 WM-Teilnehmern klar geäussert. - Darko Vojinovic/AP/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Erstmals werden an der WM 2026 48 anstatt 32 Teams antreten.
  • Nun plant ein Fifa-Funktionär eine weitere Aufstockung für das Turnier 2030.

Die Expansion der Fussball-Wettbewerbe hat unter Fifa-Chef Gianni Infantino enorme Ausmasse angenommen. Die neueste Idee könnte aber selbst für den Präsidenten des Weltverbandes eine Spur zu weit führen.

Eine weitere Aufblähung der Weltmeisterschaft von jetzt schon 48 auf 64 Mannschaften für das Turnier 2030 steht nach einem entsprechenden Vorschlag aus Südamerika aber im Raum und beschäftigt die Top-Funktionäre.

Worum geht es konkret?

Bei der Sitzung des Fifa-Councils Anfang März überraschte der Uruguayer Ignacio Alonso seine Kollegen unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes mit dem Vorschlag, für das Turnier in fünf Jahren das Teilnehmerfeld einmalig um nochmals 16 Teams von 48 auf 64 zu erweitern.

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Lionel Messi küsst den WM-Pokal nach dem argentinischen Triumph 2022. - keystone

Uruguay bekam wie Argentinien und Paraguay aus Anlass des 100-jährigen WM-Jubiläums bereits ein Eröffnungsspiel zugesprochen.

Anschliessend sind Spanien, Portugal und Marokko die Co-Gastgeber. Hintergrund könnte sein, dass Alonso auf mehr Spiele in seinem Heimatland hofft.

Was sagt die Fifa?

Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf Sitzungsteilnehmer über betretenes Schweigen in der Funktionärsrunde nach dem Alonso-Vorstoss. Allerdings muss sich das Council mit allen offiziell vorgebrachten Ideen seiner Mitglieder beschäftigen.

Die Ausdehnung der WM von 32 auf 48 Teams erstmals für das Turnier 2026 in den USA, Mexiko und Kanada sowie die Einführung der neuen Club-WM mit gleich 32 Teams wurden zuerst ähnlich lanciert und dann konsequent umgesetzt.

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Gianni Infantino ist Präsident der Fifa. - keystone

Infantino selbst hält sich noch bedenkt, aber aus der Fifa-Administration kommen Bedenken bezüglich der praktischen Umsetzung. Offiziell heisst es: «Die Idee wurde zur Kenntnis genommen, da die Fifa die Pflicht hat, jeden Vorschlag eines ihrer Ratsmitglieder zu prüfen.»

Was sagt die Uefa?

Die Europäer tun sich mit einem Urteil leichter. Noch mehr WM-Teams werden klar abgelehnt. «Es ist eine schlechte Idee», sagte Uefa-Chef Aleksander Ceferin und führte aus: «Das ist keine gute Idee für die WM und nicht für unsere Qualifikation. Ich unterstützte diese Idee nicht», sagte der Slowene.

Würdest du eine WM mit 64 Teams begrüssen?

Schon jetzt stellt Europa 16 WM-Teams. Die Belastung der Profis der Top-Clubs soll nicht weiter erhöht werden. Ceferin monierte auch das überfallartige Vorgehen: «Ich weiss nicht, woher die Idee kommt. Es ist komisch, dass wir vorher nichts wussten.»

Wie geht es weiter?

Der nächste grosse Termin der Fussball-Funktionäre ist der Fifa-Kongress in Asunción am 15. Mai. In der Hauptstadt Paraguays findet kurz zuvor auch das nächste Council-Meeting statt.

Will Infantino die Idee schnell aus der Welt schaffen, so tut er das eben dort. Gibt es keine klare Absage, werden die Spekulationen weitergehen, dass möglicherweise nicht nur der Uruguayer Alonso die Idee von noch mehr WM-Teams charmant fände.

Kommentare

User #1323 (nicht angemeldet)

Mischi und Hatsch gehen nur in Länder wo sie Gratiseintritt haben.

User #2776 (nicht angemeldet)

Und 2034 mit 68 Teams, dauert dann 3 Monate. Es wird in 12 Ländern gespielt und Infantilino wird zum MIlliardär.

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