YB - Lauper: «Vielleicht mehr Glück auf unserer Seite»
YB gewinnt in Genf und ist definitiv zurück im Meisterrennen. Verteidiger Sandro Lauper gibt zu, dass die Berner auch etwas Glück hatten

Das Wichtigste in Kürze
- In der 30. Runde der Super League kommt YB in Genf zu einem 1:0-Erfolg.
- YB-Lauper lobt die Defensivleistung, sieht aber auch das Glück als mitentscheidend.
- Servette-Mall spricht von einer unverdienten Niederlage und hadert mit der Effizienz.
Die YB setzt sich am Dienstagabend in einem umkämpften Auswärtsspiel gegen Servette mit 1:0 durch. Der letztjährige Meister ist dank des 8. Erfolg in den letzten 10 Partien definitiv zurück im Titelrennen.
Der Rückstand auf Leader Servette konnte mit dem 1:0 in Genf bis auf zwei Punkte verkürzt werden. YB ist damit zumindest vorübergehend Dritter in der Tabelle. Entsprechend zufrieden zeigte sich Sandro Lauper gegenüber «SRF» nach dem Spiel.
Der YB-Verteidiger lobte vor allem die defensive Solidarität seines Teams. Er zeigte sich zufrieden, wollte aber nicht beurteilen, ob der Erfolg verdient war. «Wir sind sehr glücklich, dass wir zum Schluss 1:0 gewonnen haben. Ob es wirklich verdient ist, das überlasse ich den Journalisten», erklärte er nach der Partie.
Zwar sei es nicht die beste Leistung seines Teams gewesen, doch letztlich habe die geschlossene Defensivarbeit den Unterschied gemacht. «Wir haben solidarisch verteidigt – wie letzte Woche gegen St. Gallen hat ein Tor gereicht, um das Spiel zu gewinnen.»

Lauper betonte zudem die Stärke des Gegners: «Servette hat sehr erfahrene Spieler, die schon lange zusammenspielen und wissen, wie man mit Druck umgeht.» Er würde deshalb nicht behaupten, dass die Erfahrung von YB den Unterschied gemacht habe. «Am Schluss war es vielleicht einfach ein wenig Glück, das auf unserer Seite war.»
Joël Mall: «Tut weh, dass die Fans von YB Feiern»
Auf der anderen Seite zeigte sich Joël Mall frustriert über die knappe Niederlage. «Wir haben ziemlich unverdient verloren. Wir waren klar die bessere Mannschaft und hatten das Spiel im Griff», analysierte der Servette-Keeper.
Die mangelnde Effizienz vor dem Tor sei letztlich ausschlaggebend gewesen: «In den letzten Spielen hatten wir die nötige Effizienz, heute leider nicht. Und das Spiel wurde durch eine dumme Standardsituation entschieden, bei der wir geschlafen haben.»
Auch nach der Pause habe Servette noch Chancen gehabt, doch das nötige Glück habe gefehlt. «Wir hatten Pech mit einer VAR-Entscheidung, aber wir müssen das Positive mitnehmen: Wir haben YB dominiert, waren die viel bessere Mannschaft – aber klar, die Enttäuschung überwiegt.»
Vor heimischer Kulisse hätte man gewinnen sollen, so der Servette-Torhüter. «Dass man jetzt die Fans von YB feiern hört, tut weh.»