Wasserfasten: Schlankheits-Boost oder riskanter Trend?
Nur Wasser, keine Nahrung – diese Diät klingt simpel, aber auch gefährlich. Welche Risiken gibt es? Und worauf musst du achten?

Wasserfasten wird sowohl aus gesundheitlichen Gründen als auch aus spirituellen oder religiösen Überzeugungen praktiziert. Viele Menschen erhoffen sich zudem eine Gewichtsabnahme.
Aber ist diese Fastenform wirklich gesund?
Ein Blick auf die Fakten
Trotz zahlreicher Diäten, die Detox-Effekte versprechen, gibt es wenig Beweise, dass Wasserfasten tatsächlich eine Entgiftung des Körpers bewirkt. In vielen Fällen führt diese Methode lediglich zu einer Gewichtsabnahme durch den Verlust von Wasser und Glykogen, nicht jedoch von Fett.

Das bedeutet, dass der Erfolg oft nur von kurzer Dauer ist. Ein weiterer Punkt ist, dass die Forschung zu den gesundheitlichen Vorteilen des Wasserfastens sehr begrenzt ist.
Einige Studien deuten darauf hin, dass Wasserfasten unter ärztlicher Aufsicht für Menschen mit bestimmten gesundheitlichen Problemen womöglich vorteilhaft ist.
Die Risiken des Wasserfastens
Wasserfasten führt unter Umständen jedoch zur Dehydration. Wenn du nur Wasser trinkst, fehlen dir Nährstoffe, die du normalerweise aus festen Lebensmitteln erhältst, etwa Elektrolyte und Mineralien.
Eine Folge ist, dass der Körper nicht mehr richtig funktioniert und Symptome wie Schwindel, Müdigkeit und Kopfschmerzen auftreten. Auch besteht die Möglichkeit, dass du Magenbeschwerden bekommst, sobald du wieder isst.
Ein weiteres Risiko ist das sogenannte Refeeding-Syndrom, das auftritt, wenn du nach längeren Fastenperioden wieder schnell Nahrung zu dir nimmst. Das ist ein Zustand, bei dem sich der Stoffwechsel dramatisch verändert ‒ und das kann im schlimmsten Fall tödlich enden, weshalb du eine solche Diät gerade bei ernsthaften Risiken und Erkrankungen niemals ohne ärztliche Rücksprache durchführen solltest.
Mögliche gesundheitliche Vorteile des Wasserfastens
Es gibt einige mögliche Vorteile des Wasserfastens, die von der Reduzierung von Zucker und Salz bis hin zur Verbesserung des Blutdrucks reichen. Zudem existieren einige Hinweise darauf, dass Wasserfasten die Zellerneuerung fördern kann ‒ ein Prozess, der als Autophagie bezeichnet wird.

Dieser Prozess hilft womöglich dabei, das Risiko von Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer zu senken. Jedoch ist die Forschung auch hier noch unzureichend.
Trotz der kurzzeitigen Vorteile ist Wasserfasten insgesamt keine langfristige Lösung für eine nachhaltige Gewichtsreduktion.
Um tatsächlich Gewicht zu verlieren, ist eine ausgewogene Ernährung, die alle wichtigen Nährstoffe abdeckt, zusammen mit regelmässiger Bewegung wichtig. Der Körper benötigt eine stabile Zufuhr von Nährstoffen, um optimal zu funktionieren und sich zu regenerieren.