Finanzen Bern: Von der Filiale zur App – Digitale Revolution

Marcel Winter
Marcel Winter

Bern,

Die Digitalisierung verändert das Bankenwesen in aller Welt – und natürlich auch in der Schweiz. Die Kantonalbanken sehen sich jedoch dafür gut aufgestellt.

BEKB
Immer mehr Banken nutzen die Digitalisierung in Form von Apps. - Berner Kantonalbank

Das Wichtigste in Kürze

  • Schweizer Kantonalbanken sind bei der Digitalisierung gut aufgestellt.
  • Immer mehr Kantonalbanken bieten auch eine eigene Banking-App an.

Der Digital Pulse Check 3.0, der die Schweiz mit der EU verglich, stellt den Kantonalbanken ein gutes Zeugnis aus. Bei den Digitalisierungsstrategien schneiden sie gemeinsam mit den Grossbanken überdurchschnittlich gut ab. Sie haben grösstenteils bereits ein strategisches Portfolio definiert und sind digital gut aufgestellt. Regionalbanken und Privatbanken schneiden schlechter ab.

Nutzen Sie Apps für Ihre Bankgeschäfte?

Nachholbedarf haben sie vor allem bei den APIs, also digitalen Schnittstellen. Auch die Datenanalyse könnte noch stark verbessert werden. Vor allem die Grossbanken sehen ihre Daten bislang als Assets und managen sie entsprechend. Die Kantonalbanken hinken hier noch hinterher – doch das könnte sich bald ändern.

Der persönliche Touch der Kantonalbanken

Im Mittelpunkt der Digitalisierung steht noch immer der Umstieg auf die Nutzung von Online-Banking per Computer oder per App. Denn der regionale Bezug der Kantonalbanken bedeutet auch, dass noch immer viele Kunden bevorzugt die Filiale für ihre Finanzgeschäfte aufsuchen. Sie ziehen den persönlichen Kontakt mit den Mitarbeitern vor und kurze Wege machen dies leicht.

Berner Kantonalbank
Der Hauptsitz der Berner Kantonalbank (BEKB). - BEKB

Dies gilt für grössere Dinge wie eine umfassende Beratung zur Altersvorsorge oder zur Aufnahme einer Hypothek vor dem Immobilienkauf. Bei Kantonalbanken steht die persönliche Beratung im Mittelpunkt. Das gilt auch für Wertpapierkäufe und Verbraucherkredite.

Finanzen Bern: Digitale Angebote der Kantonalbanken

Digitalisiert werden vor allem einfache, alltägliche Vorgänge. So ist es heute fast schon selbstverständlich den eigenen Kontostand online nachzusehen, statt wie früher schriftliche Kontoauszüge zu drücken. Auch Überweisungen und Lastschriftaufträge werden fast immer online erledigt.

Wer die entsprechenden finanziellen Möglichkeit hat, der verwaltet auch sein Depot in der Regel online: Tagtäglich lassen sich per App oder Online-Banking Wertpapiere kaufen oder verkaufen. Transaktionen erfolgen in wenigen Minuten. Neue Angebote werden geschätzten Kunden per E-Mail geschickt oder ins digitale Postfach übertragen. So können sie selbst in Ruhe überprüfen.

BEKB
Die Finanzen können heute bequem und einfach über das Internet abgewickelt werden. - Berner Kantonalbank

Ein wichtiger Aspekt gerade bei der eher traditionell eingestellten Landbevölkerung der Schweiz ist der Datenschutz. Die Digitalisierung erfordert es, sich mit Themen wie Cybersicherheit auseinanderzusetzen.

Schon alleine damit Daten und vor allem das Geld der Kunden geschützt sind. Dazu gehört auch die Aufklärung vor allem älterer Kundinnen und Kunden. Insbesondere über Versuche von Cyberkriminellen, per Phishing und ähnlichen Methoden an private Passwörter, Codes und ähnliches zu kommen.

Das Filialnetz der Kantonalbanken dünnt sich aus

Für Kantonalbanken besteht die Herausforderung der nächsten Jahre darin, den Spagat zwischen Digitalisierung und persönlichem Kontakt zu bewältigen. Je häufiger Online-Banking und Apps genutzt werden, umso weniger werden die Filialen gebraucht. Allerdings könnte ein zu stark ausgedünntes Filialnetz zum Verlust von Kunden führen, die den persönlichen Kontakt bevorzugen.

Shopping
Das Bezahlen mit dem Handy löst immer mehr die Kartenzahlung ab. - Depositphotos

Viele Banken setzen darum zunehmend auf eine sogenannte hybride Beratung: Kunden können dann beispielsweise per Videochat mit einem Bankangestellten sprechen und sich persönlich beraten lassen. Diese Angestellten sitzen dann nicht mehr in kleinen, ineffizienten Filialen, sondern in einem Beratungszentrum in einer grösseren Stadt.

Kommentare

User #1622 (nicht angemeldet)

Filialen werden verkauft, enormes milliardenbusiness. Wenn socialscoring dann endlich da ist.. wird dein smartphone deine app direkt blockieren wenn du tust nicht gut, dann nix kohle mehr!

User #6722 (nicht angemeldet)

Geil alles cashless, bald gibts gar keine physischen banken mehr nur apps, dann wehe dir wenn die app nicht mehr geht und dein moos zur asche wird..

Weiterlesen

Finanzen sparen
47 Interaktionen
Umgang mit Geld
Frankfurt/Main
Wohnung
8 Interaktionen
Rechtslage

MEHR FINANZEN BERN

SNB Bern
5 Interaktionen
Kommentar
Familie Finanzen Bern
4 Interaktionen
Rat und Produkte
Finanzen Bern
11 Interaktionen
In der Region
Finanzen Bern
9 Interaktionen
Finanz-Kommentar

MEHR AUS STADT BERN

Casino Bern Katze Dach
5 Interaktionen
Staunen in Bern
Alain Villard
FC Breitenrain
Dr. Karin Ritschard Ugi
Vorübergehend