Du kommst nach Hause und dein Vierbeiner hat Chaos angerichtet? Was hinter der Zerstörungswut von Hunden steckt.
Hund, Zerstörungswut
Wenn Hunde Gegenstände zerstören, handelt es sich oft um einen Ausdruck für Stress, Ängste oder Langeweile. - Depositphotos

Das Wichtigste in Kürze

  • Manchmal zerstören Hunde Gegenstände, wenn sie wenig Zuwendung bekommen.
  • Auch Langeweile, Traumata und Trennungsängste können der Grund sein.
  • Um körperliche Ursachen auszuschliessen, hilft ein Besuch beim Tierarzt.
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Wenn dein Hund Stühle umschubst, die Lieblingsjeans zerreisst oder deine Schuhe zerstört, gibt es mehrere mögliche Gründe für sein Verhalten. Wir haben einige Erklärungen und zeigen, was jetzt hilft.

1. Dein Hund bekommt wenig Zuwendung und langweilt sich

Manchmal verbringen Hunde viel Zeit alleine. Die Zerstörung von Gegenständen ist dann ein Ausdruck von Langeweile und dass dein Hund sich mehr Aufmerksamkeit wünscht.

Falls du deinen Hund manchmal alleine lassen musst, biete ihm ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten. Das können zum Beispiel aufregende Kauartikel oder Spielzeuge sein.

Hunde auf zerstörter Matte, Gartenmöbel
Fehlende Zuwendung kann sich bei Hunden als Zerstörungswut äussern. - Depositphotos

Auch eine liebevolle Hundebetreuung ist eine Option. Zeige deinem Hund ausserdem deine Zuneigung, indem du dir bewusst Zeit für deinen Vierbeiner nimmst.

2. Hinter der Zerstörung steckt Trennungsangst

Einige Hunde reagieren gelassen, wenn ihr Mensch Haus oder Wohnung verlässt. Andere bellen laut und ausdauernd, zeigen starken Stress und können sich nur schlecht beruhigen.

Schuld an einer Trennungsangst können Traumata, abruptes Alleinsein und zu viel oder zu wenig Aufmerksamkeit durch Hundehalter sein. Dann ist es wichtig, dem Hund zu vermitteln, dass eine kurzzeitige Trennung keine Bedrohung darstellt.

Wenn du positives Verhalten belohnst und der Hund ausserdem ausreichend beschäftigt wird, bist du auf einem guten Weg. Trainiere deinen Vierbeiner auch, indem du hin und wieder kurzzeitig den Raum oder dein Haus verlässt, damit er sich an die Situation gewöhnt.

3. Dein Haustier hat Schmerzen

Ob ausgeprägte Zahnschmerzen oder eine Arthritis, vielleicht verhält sich dein Hund auffällig zerstörerisch, weil er körperlich leidet. Wenn deine Fellnase Bewegung vermeidet, geht es ihm womöglich nicht gut.

Hund beim Tierarzt
Manchmal verbergen sich körperliche Schmerzen hinter dem zerstörerischen Verhalten von Hunden. - Depositphotos

Sollte er aus dem Maul riechen oder bluten, verbirgt sich dahinter möglicherweise eine Infektion. Bei solchen Veränderungen solltest du dein Haustier unbedingt zum Tierarzt bringen.

4. Dein Hund leidet unter Bewegungsmangel

Hunde brauchen Auslauf und viele von ihnen wollen richtig ausgepowert werden. Wenn sie unter Bewegungsmangel leiden, äussert sich die angestaute Energie manchmal durch die Zerstörung von Gegenständen.

Ob gemeinsam mit dem Hund spazieren, joggen oder schwimmen: Es gibt viele Möglichkeiten, wie du deinem Vierbeiner ein aktiveres Leben schenkst.

Für besonders bewegungsfreudige Hunde eignet sich auch ein Agility-Training.

5. Der Vierbeiner hat schlechte Erfahrungen gemacht und will sich abreagieren

Ob Traumata aus der Vergangenheit oder aktuelle Ereignisse – wenn dein Hund mit Erfahrungen kämpft, die ihn belasten, steckt hinter der Zerstörung möglicherweise der Versuch, sich abzureagieren. Vor allem Hunde mit teilweise unbekannter Vorgeschichte aus dem Tierschutz zeigen Stresssymptome und Ängste.

Hund zieht Schnürsenkel
Traumatische Erfahrungen können bei Hunden dazu führen, dass sie Schuhe, Kleidung oder Möbel kaputt machen. - Depositphotos

Wichtig ist, dem Hund Sicherheit zu vermitteln. Denn Bestrafungen sind der falsche Weg und zerstören oft das Vertrauen. Wenn du befürchtest, dass dein Hund schlimme traumatische Erfahrungen gemacht hat und diese nicht verarbeiten kann, ist professionelle Hilfe oft sinnvoll.

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