Blinken: Zusammenarbeit mit Moskau in einigen Bereichen möglich

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Russland,

US-Aussenminister Antony Blinken sieht nach dem Krisengespräch mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow zum Ukraine-Krieg Bereiche für eine mögliche Zusammenarbeit mit Moskau.

Antony Blinken, Aussenminister der USA, macht eine Pause, während er nach einem Treffen mit dem russischen Aussenminister Lawrow zu den Medien spricht. Die USA wollen die Ukraine im Konflikt mit Russland weiter unterstützen. Foto: Alex Brandon/Pool AP/dpa
Antony Blinken, Aussenminister der USA, macht eine Pause, während er nach einem Treffen mit dem russischen Aussenminister Lawrow zu den Medien spricht. Die USA wollen die Ukraine im Konflikt mit Russland weiter unterstützen. Foto: Alex Brandon/Pool AP/dpa - sda - Keystone/Pool AP/Alex Brandon

Das Wichtigste in Kürze

  • «Ich glaube, dass es Bereiche gibt, in denen wir auf einer Grundlage der Gegenseitigkeit einige der Sorgen des anderen angehen können», sagte Blinken am Freitag in Genf.

Als ein Beispiel nannte Blinken «eine grössere Transparenz» bei militärischen Aktivitäten. Er machte aber zugleich erneut deutlich, dass bestimmte Grundsätze für die USA nicht verhandelbar seien. Dazu gehöre etwa die «Politik der offenen Tür» der Nato. Russland fordert unter anderem ein Ende der Osterweiterung des Verteidigungsbündnisses.

Blinken kündigte an, die USA würden in der kommenden Woche schriftlich auf die russischen Sorgen antworten. Auch die eigenen Sorgen würden die USA dann noch einmal mit Moskau teilen. Die USA und ihre Verbündeten würden sich weiterhin auf beide Wege vorbereiten, die man Moskau aufgezeigt habe: «Den Weg der Diplomatie und des Dialogs oder den Weg der erneuten Aggression.»

Blinken und Lawrow hatten ihr Krisengespräch im Ukraine-Krieg nach rund eineinhalb Stunden und damit früher als geplant beendet. Die beiden Chefdiplomaten hatten sich gegen 11.00 Uhr in einem Hotel am Genfersee mit Handschlag begrüsst. Blinken und Lawrow hielten anschliessend getrennte Pressekonferenzen zu den Gesprächen ab.

Die Entspannungsbemühungen laufen seit vergangener Woche auf Hochtouren, haben aber bislang keine greifbaren Ergebnisse gebracht. Die USA und ihre Verbündeten befürchten, dass Russland in die Ukraine einmarschieren könnte. Sie verlangen einen Rückzug der an der Grenze zusammengezogenen rund 100 000 russischen Soldaten ins Hinterland. Russland dagegen will schriftliche Sicherheitsgarantien und ein Ende der Osterweiterung des westlichen Militärbündnisses Nato.

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