USA widerrufen Visa von Südsudanesen
Die USA widerrufen Visa für Südsudanesen und stellen keine neuen aus. Grund dafür ist, dass die Übergangsregierung die Rücknahme verweigert.

Die USA widerrufen alle Visa für Bürger des ostafrikanischen Krisenlandes Südsudan. Zudem solle die Ausstellung neuer Visa für diese Gruppe eingeschränkt werden, um Einreisen in die Vereinigten Staaten «mit sofortiger Wirkung» zu verhindern, teilte US-Aussenminister Marco Rubio auf der Plattform X mit.
Als Grund führte er an, dass die südsudanesische Übergangsregierung nicht bereit sei, Bürger fristgerecht zurückzunehmen, die aus den USA dorthin zurückgeschickt werden sollen.
Bürgerkrieg und Gewalt im Südsudan
«Es ist an der Zeit, dass die Übergangsregierung des Südsudan aufhört, die Vereinigten Staaten auszunutzen», heisst es in einer Mitteilung des US-Aussenministeriums. Die Einwanderungsgesetze auch durchzusetzen, sei von entscheidender Bedeutung für die nationale Sicherheit der USA. Jedes Land müsse die fristgerechte Rückkehr seiner Bürger akzeptieren, wenn ein anderes Land sie abschieben wolle. Die USA seien jedoch bereit, die Visa-Massnahmen zu überprüfen, sobald der Südsudan uneingeschränkt kooperiere.
Der Südsudan erlebte nach seiner Unabhängigkeit vom nördlichen Nachbarland Sudan 2011 einen schweren Bürgerkrieg. Präsident Salva Kiir Mayardit und sein Gegner Riek Machar bildeten 2020 eine gemeinsame Übergangsregierung, die nun zu scheitern droht. Die Gewalt in dem Land mit rund elf Millionen Einwohnern verschärfte sich jüngst wieder.