Kim Jong Un

Nordkoreas Machthaber tritt Befugnisse an Schwester ab

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Südkorea,

Gemäss dem südkoreanischen Geheimdienst tritt Kim Jong Un Teile seiner Machtbefugnisse ab. Wie der Geheimdienst diese Schlüsse zog, ist unklar.

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Laut Einschätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes gibt Kim Jong Un Teile seiner Verantwortung ab. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Südkorea vermutet einen Machtwechsel in Nordkorea.
  • Kim Jong Un soll Teile seiner Verantwortung seiner Schwester oder Vertrauten weitergeben.
  • Seine Schwester Kim Yo Jong ist bereits längere Zeit als Beraterin tätig.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat einen Teil seiner Machtbefugnisse an seine Schwester Kim Yo Jong und andere Vertraute abgetreten. Das schätzt zumindest der südkoreanische Geheimdienst ein. Bei einem nicht öffentlichen Informationsgespräch im südkoreanischen Parlament habe der staatliche Aufklärungsdienst Kim Yo Jong als «De-facto-Führerin Nummer zwei» bezeichnet. So berichtet die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag unter Berufung auf Abgeordnete.

Die Schwester sei für die Politik gegenüber Südkorea und den USA verantwortlich. Als potenziellen Nachfolger habe der Machthaber aber weder seine jüngere Schwester noch irgendjemand anderen ausgewählt.

Kim Jong Un bleibt Machthaber

Durch Übertragung von Befugnissen für die Staatsgeschäfte solle Kim Jong Un Arbeitsstress abgenommen werden. Weiter hiess es, «die Schuld für den Fall des politischen Scheiterns» soll von ihm abgewendet werden. «Der Vorsitzende Kim hat nach wie vor absolute Autorität, doch einiges von ihr ist nach und nach übergeben worden.»

Kim jong un schwester
Kim Jong Yo wirkt bereits längere Zeit als Beraterin ihres Bruders. - Keystone

Wie der Geheimdienst zu seiner Einschätzung gelangt ist, blieb unklar. Nordkorea ist eines der am meisten isolierten Länder. Wegen seines Atomwaffenprogramms ist es harten Sanktionen des UN-Sicherheitsrats unterworfen.

Schwester reagiert mit Verbalattacken

Kim Yo Jong, deren Alter in Südkorea auf 32 geschätzt wird, gilt schon seit einigen Jahren als einflussreiche Beraterin. Im März dieses Jahres hatte die Parteifunktionärin erstmals eine eigene politische Erklärung abgegeben. Darin reagierte sie mit Verbalattacken auf die Kritik Südkoreas an neuen nordkoreanischen Raketentests.

Der Vizevorsitzende der Kommission für Staatsangelegenheiten in Nordkorea, Pak Pong Ju, kontrolliert den Berichten zufolge jetzt den Wirtschaftssektor. Der neue Ministerpräsident Kim Tok Hun ist ihm dabei gleichgestellt. Zwei weitere Parteikader für den militärischen Bereich hätten ebenfalls mehr Befugnisse erhalten.

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